Lehrerverband NRW

Zur Debatte über den Schulgesetzentwurf der CDU

"Die Debatte über den Schulgesetzentwurf der CDU-Fraktion hatte eine neue politische Qualität", kommentiert der VBE-Vorsitzende Udo Beckmann.

19.05.2011 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband NRW

"Der VBE erkennt ausdrücklich das Bemühen der Fraktionen an, die alten Gegensätze zu überwinden und einen Konsens herbeizuführen, der länger als eine Legislaturperiode tragen kann. Ohne die von der Ministerpräsidentin und der Schulministerin einberufene Bildungskonferenz wäre diese Entwicklung nach Auffassung des VBE nicht möglich gewesen. Die Einrichtung einer solchen Konferenz hatte der VBE bereits im Jahr 2008 der alten Landesregierung vorgeschlagen, die diesen Vorschlag aber abgelehnt hat."

Aus Sicht des VBE muss es darum gehen, unser Schulsystem demografiefest zu machen sowie dem veränderten Schulwahlverhalten der Eltern gerecht zu werden. Über alledem steht selbstverständlich immer das Ziel, jedes Kind so gut wie möglich zu fördern.

"Ein Kompromiss in der Frage der Schulstruktur ist aus Sicht des VBE machbar", so Beckmann. "Die Kommunen sind längst dabei, die von der Landesregierung gewährten Freiheiten zu nutzen. Diese Aufbruchstimmung bietet gute Chancen für eine Gestaltung von Schulen, die von den Eltern auch akzeptiert und nachgefragt werden. Ein Kompromiss auf Landesebene könnte zum Beispiel so aussehen, dass in einem neuen Schulgesetz die Zusammenführung bislang getrennter Schulformen in integrierter und kooperativer Form zugelassen wird. Die Entscheidung darüber, welches Modell umgesetzt wird, kann dann den Kommunen überlassen werden."


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