Wenn am kommenden Donnerstag in Bayern die Schule beginnt, beginnen für Schüler, Lehrer und Eltern auch wieder die immer gleichen Probleme: Zu große Klassen, zu wenig Lehrer, zu hohe Belastung, zu wenig Unterstützung. Der Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV), Klaus Wenzel, warf dem Kultusminister vor, die tatsächlichen Probleme an den Schulen im Freistaat nicht zu thematisieren und stattdessen ein bayerisches Bildungsparadies zu zeichnen, das mit der Schulwirklichkeit nichts zu tun hat. "Auf engagierte Lehrkräfte, überforderte Schüler und gestresste Eltern muss das zynisch wirken." Fakt sei, dass es auch im Schuljahr 2012/13 mangels Personal keine individuelle Förderung geben kann, der Ausbau qualitätsvoller Ganztagsangebote kaum voran kommt, die Bildungsungerechtigkeit eher steigt und Schüler wie Lehrer unter schlechten Lern- und Arbeitsbedingungen leiden. Wenzel forderte Spaenle auf, im neuen Schuljahr den schulpolitischen Weichzeichner einzupacken und sich der Realität zu stellen. "Die Schulen brauchen Antworten auf drängende Fragen und Lösungen für vielfältige Probleme."
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10.09.2012
Pressemeldung
Schule