"Der amtierende baden-württembergische Kultusminister gibt die Verantwortung seines Ministeriums für die Lehrerbildung ab, indem er das Staatsexamen streicht. Ausgerechnet in einer Zeit, in der nach PISA Schulen, Schulleistungen und Lehrerbildung stärker kontrolliert, standardisiert und verbessert werden sollen, verzichtet er ohne Not auf das Staatsexamen; worin liegt der Sinn?", fragt die stellvertretende Landesvorsitzende des Philologenverbandes Baden-Württemberg (PhV BW), Dr. Susanne Lin-Klitzing, und mahnt: "Der Kultusminister riskiert seine bildungspolitische Akzeptanz!" Die bisherige Analyse des Bologna-Prozesses, der nicht für die Lehrerbildung gedacht war, offenbare einen Flickenteppich unterschiedlicher Lehrerbildungsmodelle, die eine Vergleichbarkeit zwischen den Ländern senken werde.
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05.04.2006
Pressemeldung