Ausbildungskonferenz: Gute Aussichten für Jugendliche

"Die Zahl der Ausbildungsverträge steigt weiter, das Bewerber-Anbieterverhältnis ist bundesweit Spitze, das sind gute Aussichten, auch 2008 wieder top bei der Ausbildung zu sein."

02.06.2008 Saarland Pressemeldung Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr des Saarlandes

Das sagte Wirtschafts- und Wissenschaftsminister Joachim Rippel am Montag (2.6.2008) zur Eröffnung der Ausbildungskonferenz, zu der er gemeinsam mit der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit die Wirtschaftsvertreter, Sozialpartner, Vertreter aus Politik und Verwaltung, die Kirchen und die Medienpartner eingeladen hatte. Bewusst hatten dabei die Einlader erstmals für ihre Konferenz einen Betrieb gewählt. Mit dem Festo-Lernzentrum in Sankt Ingbert-Rohrbach waren sie ganz nah an der Ausbildung dran.

In Zahlen sieht die aktuelle Situation bei der Ausbildung so aus: zum jetzigen Zeitpunkt kommen auf 100 Bewerber 90,0 Stellen. Minister Rippel: "Durch unseren Ausbildungspakt wird sich erfahrungsgemäß das Angebot weiter steigern." Die Paktpartner aus Kammern, Verbänden und Landesregierung hätten sich im April verpflichtet, 720 neue Stellen zu schaffen und insgesamt mindestens 360 neue Betriebe für die Ausbildung zu gewinnen. Für einen Erfolg spräche auch, dass Unternehmen Ausbildung als beste Investition gegen den Fachkräftemangel erkannt hätten.

Aber nicht nur das quantitative Angebot zähle, sondern die Qualitätssicherung und -steigerung der dualen Ausbildung müsse stärker in den Mittelpunkt gestellt werden. Die Landesausbildungskonferenz befasste sich daher auch mit den Inhalten der Qualifizierungsinitiative der Bundesregierung "Aufstieg durch Bildung". Wichtig sind Berufsbildungskonzepte, die sich an den aktuellen demographischen, wirtschaftlichen, technologischen und internationalen Entwicklungen und Herausforderungen orientieren.

"Nur Jugendliche, die eine hochwertige Ausbildung erhalten, können den Anforderungen der sich stets wandelnden Arbeitswelt gerecht werden", sagte Minister Rippel, "Sie brauchen aber auch eine Unterstützung auf ihrem Weg in die Ausbildung".

Deshalb wird vom 5. bis 7. November 2008 wieder die Aktion "Der Weg in die Ausbildung" durch das Ministerium für Wirtschaft und Wissenschaft in Kooperation mit dem Bildungsministerium stattfinden. Minister Rippel: "Das Pilotprojekt, mit dem wir die Berufswahlorientierung und den Übergang von der Schule in den Beruf verbessern wollen, war 2007 äußerst erfolgreich."

Falsche Ausbildungsentscheidungen durch Unkenntnis über den Berufsalltag können durch bessere Informationen vermieden werden. Über 100 Aktionen (Betriebsbesuche, Bewerbertraining, Präsentation neuer Berufsbilder etcetera) sollen es auch 2008 werden, die Zahl der Projektpartner von annähernd 100 Unternehmen und 50 Schulen wird in diesem Jahr voraussichtlich übertroffen, das zeigen schon jetzt die Anmeldungen. Minister Rippel: "Die Unternehmen spüren deutlich den Nutzen für ihre Ausbildungsarbeit durch gut informierte und damit motivierte Auszubildende."

Bei der Ausbildungskonferenz machte Minister Rippel auch deutlich, dass trotz derzeitiger "Hochstimmung" am Ausbildungsmarkt das Engagement der Ausbildungspartner nach wie vor gefordert sei: "Wir wollen erreichen, dass möglichst viele Jugendliche, auch solche mit einzelnen Schwächen, ihre Ausbildung beginnen und erfolgreich beenden. Abbrecher nützen niemandem."


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