Neu abgeschlossene Ausbildungsverträge in Niedersachsen leicht gestiegen
Im Jahr 2024 wurden in Niedersachsen insgesamt 49.692 Ausbildungsverträge in der dualen Berufsbildung neu abgeschlossen. Wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) mitteilt, waren das 186 Neuabschlüsse mehr als im Jahr 2023 (49.506) und entsprach damit einem leichten Anstieg um 0,4%.
22.05.2026 Niedersachsen Pressemeldung Landesamt für Statistik NiedersachsenVon den neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen entfielen 31.791 auf Männer (64,0%) und 17.898 auf Frauen (36,0%). Dabei stand im Jahr 2024 bei Männern der Beruf des Kraftfahrzeugmechatroniker an erster Stelle. Insgesamt wurden in diesem Ausbildungsgang 2.451 Verträge abgeschlossen (7,7% aller Neuabschlüsse). Mit 8,9% wählten Frauen am häufigsten den Ausbildungsberuf zur Medizinischen Fachangestellten.
Der größte Anteil der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge entfiel auch 2024 auf den Ausbildungsbereich Industrie und Handel. In diesem Ausbildungsbereich wurden 25.974 Neuverträge abgeschlossen, das entsprach 52,3% aller Neuabschlüsse (2023: 25.584 bzw. 51,7%). Mit dem Rückgang der Neuabschlüsse im Handwerk von 15.063 im Jahr 2023 auf 14.664 im Jahr 2024 sank der Anteil von 30,4% auf 29,5%. In dem Ausbildungsbereich Landwirtschaft verringerte sich die Zahl der Neuabschlüsse auf 2.622 (2023: 2.661). Der öffentliche Dienst hingegen verzeichnete einen Zuwachs von 1.362 Neuverträgen im Jahr 2023 auf 1.575 im Jahr 2024. Auch in dem Ausbildungsbereich der Freien Berufe stieg die Zahl der Neuabschlüsse leicht auf 4.686 (2023: 4.671). Im Bereich der Hauswirtschaft stieg die Zahl der Neuabschlüsse auf 171 (2023: 165).
In mehreren Ausbildungsbereichen bestehen deutliche Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Im Bereich Industrie und Handel entfielen 16.713 Neuabschlüsse auf Männer (64,3%) und 9.261 (35,7%) auf Frauen. Auch im Handwerk lag der Männeranteil mit 11.946 Neuverträgen (81,5%) deutlich höher als der der Frauen (2.718 Neuverträge, 18,5%). Ebenso schlossen in der Landwirtschaft mit 1.917 mehr Männer als Frauen (705) neue Ausbildungsverträge ab. Frauen stellten hingegen die Mehrheit der Neuabschlüsse in den freien Berufen (89,1%), im öffentlichen Dienst (57,7%) sowie in der Hauswirtschaft (77,2%).
Obwohl sich die Zahl der Neuabschlüsse positiv entwickelte, ging die Gesamtzahl der Auszubildenden leicht zurück. Im Jahr 2024 befanden sich insgesamt 125.826 Personen in einer dualen Berufsausbildung. Gegenüber dem Jahr 2023 waren dies 21 Personen weniger (2023: 125.847). Die Zahl der männlichen Auszubildenden sank von 82.419 auf 82.176 (0,3%), während die Zahl der weiblichen Auszubildenden von 43.431 auf 43.653 anstieg (0,5%). Der Frauenanteil erhöhte sich damit leicht auf 34,7% (2023: 34,5%).
Bei den männlichen Auszubildenden war der Ausbildungsberuf Kraftfahrzeugmechatroniker am stärksten vertreten. Insgesamt befanden sich 7.167 (8,7 %) Auszubildende in einer Ausbildung zu diesem Beruf (2023: 6.909 bzw. 8,4%). Wie auch 2023 befanden sich mit 4.506 (10,3%) Auszubildende die meisten Frauen in einer Ausbildung zur Medizinischen Fachangestellten, wenngleich die Zahl gegenüber 2023 leicht zurückging (4.533 bzw. 10,4%).
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Methodische Hinweise
Aus Gründen der statistischen Geheimhaltung sind alle Daten (Absolutwerte) jeweils auf ein Vielfaches von 3 gerundet; der Insgesamtwert kann deshalb von der Summe der Einzelwerte abweichen.
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