Forderung

Berufsschulpakt zur Digitalisierung

Die digitale Transformation ist längst in der Schule angekommen. Die technischen Standards – wenn auch noch nicht überall erfüllt – sind aus Sicht des Bundesverbandes der Lehrkräfte für Berufsbildung e. V. (BvLB) gesetzt: Gigabit für alle, leistungsstarkes W-LAN in allen Klassenräumen, „bring your own device“ (BYOD) und Cloudtechnologie.

18.11.2019 Bundesweit Pressemeldung Bundesverband der Lehrkräfte für Berufsbildung e.V. (BvLB)
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Doch „Jenseits des Kabels“ herrscht im bildungspolitischen Alltag Unklarheit: Wie sehen Konzepte für eine zukunftsorientierte digitale Bildung aus? Für welche Berufswelt müssen berufliche Schulen künftig ausbilden? Und wie soll die Lehrerbildung als Voraussetzung für eine gelingende Digitalisierung aussehen?

Eine zentrale Forderung, um bundesweit schnell und rechtlich sicher Standards zu gewährleisten, ist die Vereinbarung eines Berufsschulpakts analog zum Hochschulpakt, darin waren sich Politik, Wirtschaftsvertreter und Verbände unisono einig. MdB Dr. Jens Brandenburg (FDP) sagte: „Ich bin absolut für einen Berufsschulpakt, um die nötigen zusätzlichen Gelder frei zu schaufeln und den Gestaltungsraum für die Lehrerbildung zu schaffen.

Bei dem BvLB-Berufsbildungskongress am 14. und 15. November 2019 im dbb-forum Berlin wurden zentrale Fragen rund um die Digitalisierung – versehen mit viel Input von namhaften Experten aus Bildung, Wirtschaft und Wissenschaft – mit 350 Berufspädagogen aus ganz Deutschland sowie Vertretern aus Ministerien und Landesschulbehörden heiß diskutiert. „Wir haben in der Vergangenheit schon mehrfach die offenkundigen Probleme, an denen die Umsetzung der Digitalisierung an den Berufsschulen zu scheitern droht, benannt“, betonte BvLB-Bundesvorsitzender Eugen Straubinger. „Jetzt geht es darum, einen politischen Forderungskatalog zu schnüren, der klare Handlungsempfehlungen beinhaltet. Diese Handlungsempfehlungen werden der Politik in den nächsten Wochen übergeben“, sagte Joachim Maiß, BvLB-Bundesvorsitzender.

Schirmherrin des BvLB-Berufsbildungskongresses war Dorothee Bär. Die Staatsministerin im Bundeskanzleramt und Beauftragte der Bundesregierung für Digitalisierung eröffnete die Konferenz mit einem Grußwort. Als Keynote-Speaker leitete Glenn Gonzáles, Chief Technology Officer (CTO) bei SAP Deutschland, in das Thema „Künstliche Intelligenz“ ein und zeigte, wie weit KI mittlerweile den Alltag dominiert.

Prof. Dr.-Ing. Prof. e. h. Wilhelm Bauer, Geschäftsführender Leiter des Fraunhofer Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO), gab als zweiter Keynote-Speaker „Einblicke in die Arbeitswelt von morgen und übermorgen“. Bevor die erste Foren-Session zu unterschiedlichen Schwerpunktthemen, gefächert nach den drei Säulen „Schule“, "Bildung“ und “Lehrkräfte“, startete, gab es einen Open-Space-Austausch zu den Impulsen aus Politik und Wirtschaft.


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