Berufsbezeichnungen

Bundesrat befasst sich mit Bachelor Professional und Master Professional

Baden-Württembergs Wissenschaftsministerin Theresia Bauer: „Pseudoakademische Abschlussbezeichnungen machen die berufliche Bildung zu einer Bildung zweiter Klasse.“

01.07.2019 Bundesweit Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg
  • © Bundesrat | 2014

Der Bundesrat hat bei Beratungen zum Berufsbildungsgesetz am Freitag den Bund aufgefordert, im weiteren Verfahren einheitliche und eigenständige Abschlussbezeichnungen für die drei beruflichen Fortbildungsstufen zu entwickeln.

Auf Antrag Baden-Württembergs und Berlins wurde die Bundesregierung aufgefordert, überarbeitete Abschlussbezeichnungen anstelle der umstrittenen Bezeichnungen Bachelor Professional und Master Professional vorzulegen. In der Kritik stehen diese Bezeichnungen vor allem aufgrund der Verwechslungsgefahr zu akademischen Abschlüssen.  

Ministerin Theresia Bauer: „Die Landesregierung unterstützt das Ziel, die berufliche Bildung zu stärken. Pseudoakademische Abschlussbezeichnungen machen jedoch die berufliche Bildung zu einer Bildung zweiter Klasse. Der Bund muss hier nachsteuern.“

Die Bezeichnungen müssten einerseits die Gleichwertigkeit beruflicher und akademischer Abschlüsse zum Ausdruck bringen und andererseits Verwechslungen mit akademischen Abschlüssen ausschließen, heißt es im Beschluss.  

Die von der Bundesregierung vorgeschlagenen Bezeichnungen lehnen auch Südwestmetall und die Hochschulrektorenkonferenz ab. Die Kultusministerkonferenz hatte zudem ein hochkarätiges Rechtsgutachten vorgelegt, wonach durch die gegebene Verwechslungsgefahr erhebliche verfassungsrechtliche Bedenken gegenüber der Neuregelung bestehen.


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