Fachkräftebedarf

Das Werben für die Berufliche Bildung trägt Früchte

Zur Bilanz des Ausbildungsjahres 2017 erklärt der Präsident des DIHK, Eric Schweitzer: „Die Berufliche Bildung bietet sehr gute Chancen für junge Menschen."

02.11.2017 Bundesweit Pressemeldung DIHK - Deutscher Industrie- und Handelskammertag
  • © Monkey Business Images/Shutterstock

Eric Schweitzer: „Das Werben für die Berufliche Bildung trägt Früchte: trotz deutlich sinkender Schulabgängerzahlen (-33.100) konnte die Bewerberanzahl um einen Ausbildungsplatz (547.800) stabil gehalten werden. Dieses Ergebnis belegt ein wieder zunehmendes Interesse vieler Jugendlicher an einer dualen Ausbildung. Insgesamt ist die Zahl der neuen Ausbildungsverträge in Industrie, Handel und Dienstleistungen im Vergleich zum Vorjahr leicht (+ 0,2 Prozent) gestiegen. Im IHK-Bereich wurden dadurch 300.067 Verträge abgeschlossen.

Die Unternehmen in Deutschland forcieren ihr Engagement in der Ausbildung, denn schon jetzt ist der Fachkräftemangel für mehr als jeden zweiten Betrieb ein Geschäftsrisiko. Deshalb bieten Unternehmen leistungsstarken Jugendlichen attraktive Zusatzangebote in der Ausbildung, wie Auslandsaufenthalte oder Zusatzqualifikationen, auch fördern und begleiten sie vielfach leistungsschwächere Azubis in der Ausbildung.

Dennoch konnten in diesem Jahr allein 49.000 bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldeten Ausbildungsstellen nicht besetzt werden. Das zehnte Jahr in Folge gab es mehr unbesetzte Ausbildungsplätze als unvermittelte Bewerber. Einen wichtigen Augenmerk werden wir daher mit den Partnern in der Allianz für Aus- und Weiterbildung weiterhin auf die individuelle Vermittlung vor Ort legen. Denn gerade zu Beginn des Berufslebens lohnt sich das intensive gemeinsame Engagement, um junge Menschen und Betriebe zusammenzubringen.

Die Wirtschaft wird sich gemeinsam mit allen Beteiligten weiter dafür engagieren, mehr junge Menschen für eine betriebliche Ausbildung zu befähigen und zu gewinnen. Dazu gehört eine umfassende und praxisnahe Berufsorientierung in der Schule. Vor allem an den Gymnasien findet eine breite Information unter gleichberechtigter Darstellung der Möglichkeiten vielerorts noch immer nicht statt. Hier müssen die Länder auf die konkrete Umsetzung der von ihnen richtigerweise formulierten Vorgaben zu einer breiten Berufsorientierung insbesondere in den Gymnasien drängen. Das ist auch wichtig, um der zu großen Zahl an Studienabbrechern vorzubeugen.“


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