Baden-Württemberg

Duale Ausbildung und Studium dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Es gilt stattdessen, die Zahl der Jugendlichen ohne Schulabschluss zu verringern. Das Potenzial ist enorm.

Wissenschaftsministerin Theresia Bauer zeigte sich beeindruckt von der fundierten Analyse, die die Südwestmetall unter der Überschrift "Baden-Württemberg braucht akademische und dual ausgebildete Fachkräfte" vorgelegt hat: "Es ist gut zu sehen, dass sich die Wirtschaft so engagiert in die Details begibt. Das ermöglicht eine inhaltliche Diskussion auf hohem Niveau."

10.07.2013 Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Die Ministerin teilt die Einschätzung des Verbands, dass duale Ausbildung und Hochschulstudium nicht gegeneinander ausgespielt werden dürfen. Vor einer Überakademisierung zu warnen, gehe in der Tat an der Wirklichkeit vorbei.

Der Bedarf an akademischen Fachkräften sei anhaltend hoch. Die Nachfrage betreffe Absolventen der Dualen Hochschule, der HAWen bis zu den Universitäten gleichermaßen. "Die baden-württembergische Hochschullandschaft hat das passende Angebot für die vielfältigen Anforderungen der Wirtschaft", sagt Bauer. Diese Einschätzung stehe der Bedeutung der dualen Ausbildung aber nicht entgegen, im Gegenteil: "Der Bedarf an akademischen wie auch an nicht akademischen Fachkräften ist in beiden Bereichen sehr groß."

Wichtig sei es daher, sich in besonderer Weise den Jugendlichen zuzuwenden, die bislang häufig vorschnell als "nicht ausbildungsfähig" beschrieben werden: "Nach wie vor verlässt eine viel zu hohe Anzahl Jugendlicher ohne Abschluss das Schulsystem. Hier bietet sich ein großes Potenzial, das wir gemeinsam heben müssen." Dies sei im Interesse der Jugendlichen selbst, wie auch von Wirtschaft und Gesellschaft. Gleichzeitig gelte es, die Durchlässigkeit zwischen den Systemen zu erhöhen und so die duale Ausbildung attraktiver zu machen.


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