Berufsbildungsstatistik

Duale Berufsausbildung 2016

Baden‑Württemberg: Zahl der Auszubildenden auf Vorjahresniveau. Starker Zuwachs bei Neuabschlüssen von ausländischen Auszubildenden.

21.08.2017 Baden-Württemberg Pressemeldung Statistisches Landesamt Baden-Württemberg
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Die Zahl der Auszubildenden zum Stichtag 31.12.2016 belief sich nach Auswertungen des Statistischen Landesamts zur Berufsbildungsstatistik auf 189 931 Personen und war somit nahezu unverändert im Vergleich zum Vorjahr. Ähnliches gilt für die im Jahr 2016 neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge: Hier ist ein moderater Rückgang um 0,4 Prozent auf 73.698 zu verzeichnen.

Die Zahl der ausländischen Auszubildenden hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 7,2 Prozent auf nunmehr 22.391 Auszubildende erhöht. Insbesondere die Zahl der im Jahr 2016 neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge von ausländischen Staatsangehörigen erhöhte sich um 8,8 Prozent auf jetzt 9.943 Neuabschlüsse. Diese tragen somit zu einem Anteil von 44,4 Prozent an allen ausländischen Auszubildenden bei.

Unter den ausländischen Auszubildenden erfolgten die meisten Neuabschlüsse von Ausbildungsverträgen von Personen mit türkischer Staatsangehörigkeit (2.781 Neuverträge), gefolgt von den italienischen Staatsangehörigen mit 1.356 Neuverträgen und den Staatsangehörigen aus dem Kosovo mit 605 Neuverträgen. Personen mit syrischer Staatsangehörigkeit sind erstmals unter den zehn am meisten vertretenen Staatsangehörigen zu finden, und zwar mit 207 Neuabschlüssen auf Rang Zehn. Diese ersten Zehn machen einen Anteil von fast 68 Prozent an allen Neuabschlüssen ausländischer Auszubildenden aus.Hinsichtlich der schulischen Vorbildung zeigt sich ein uneinheitliches Bild: Um ausländischen Ausbildungswilligen einen Ausbildungsplatz zu ermöglichen, wurden offensichtlich auch zunehmend Personen unter Vertrag genommen, die weder über einen Hauptschulabschluss verfügten (4,8 Prozent – und damit doppelt so viel wie bei den Neuabschlüssen insgesamt) noch deren im Ausland erworbener Abschluss einem deutschen Abschluss zuzuordnen war (6,4 Prozent). Betrachtet man hingegen die schulische Vorbildung mit Hochschul-/bzw. Fachhochschulreife, so hat sich deren Anteil bei den Neuabschlüssen von ausländischen Auszubildenden leicht erhöht, und zwar von 15,3 Prozent im Jahr 2015 auf 17,4 Prozent im Jahr 2016. Gleichwohl ist aber festzustellen, dass dieser Wert immer noch 8,1 Prozentpunkte unter der entsprechenden schulischen Qualifikation aller Auszubildenden liegt. Bei den Neuabschlüssen mit zuletzt erreichtem Realschul- oder gleichwertigem Abschluss beträgt der Abstand sogar 9,6 Prozentpunkte.

Den größten absoluten Zuwachs an neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen verzeichnete das Handwerk mit über 290 Personen (ein Plus von 1,5 Prozent). Aber auch die Ausbildungsbereiche Öffentlicher Dienst, Landwirtschaft und Hauswirtschaft konnten einen Zugewinn erzielen.


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