Auslandsmobilität

EU-Bildungsprogramm ERASMUS+ verzeichnet neue Rekordzahlen

Förderzusagen für Auszubildende in Deutschland um zwölf Prozent gestiegen: Das EU-Bildungsprogramm ERASMUS+ hat für das Jahr 2019 an knapp 26.000 deutsche Auszubildende ein Stipendium für einen Auslandsaufenthalt in einem anderen EU-Land vergeben.

27.05.2019 Bundesweit Pressemeldung DIHK - Deutscher Industrie- und Handelskammertag
  • © www.pixabay.de

Diese Zahl hat die für die nationale Umsetzung von ERASMUS+ in der Beruflichen Bildung zuständige Nationale Agentur beim Bundesinstitut für Berufsbildung (NA beim BIBB) im Mai 2019 bekanntgegeben.

Nach Angabe der NA haben 25.800 Auszubildende aus Deutschland ein ERASMUS+-Auslandsstipendium erhalten. Dies ist eine Steigerung von 2.700 Förderzusagen bzw. zwölf Prozent im Vergleich zu 2018. Mehr als 60 Prozent dieser auslandsmobilen Jugendlichen absolvieren eine betriebliche Ausbildung im dualen System. Ebenfalls gefördert über ERASMUS+ werden ca. 5.600 Lehrkräfte von Berufsschulen sowie betriebliche Ausbilderinnen und Ausbilder, die in diesem Jahr einen beruflichen Auslandsaufenthalt absolvieren.

Unter Hinzufügung weiterer nationaler Förderprogramme wie AusbildungWeltweit sowie selbstfinanzierter Auslandsaufenthalte schätzt die NA, dass 2019 insgesamt ca. sieben Prozent aller Jugendlichen, die eine Berufsausbildung in Deutschland absolvieren, Lern- und Arbeitserfahrung im Ausland erwerben. Mehr als zwei Drittel werden durch ERASMUS+ gefördert.

Trotz dieses Anstieges von beruflichen Auslandsmobilitäten ist es nach Einschätzung des DIHK eher unwahrscheinlich, dass Deutschland sein vom Deutschen Bundestag beschlossenes Mobilitätsziel für 2020 erreicht. Danach sollen zehn Prozent der Auszubildenden eine Auslandserfahrung machen.

Ansprechpartner

DIHK - Deutscher Industrie- und Handelskammertag

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