Fast 3 700 Gasthörer an baden-württembergischen Hochschulen

Im Wintersemester 2007/08 waren nach den Ergebnissen des Statistischen Landesamtes 3 687 Gasthörer an den Hochschulen des Landes eingeschrieben. Gegenüber dem Wintersemester 2006/07 stellt dies einen Zuwachs von 1,4 Prozent dar. Gasthörer sind Personen, die eine bestimmte Qualifikation nachweisen können und für einzelne Lehrveranstaltungen - aber nicht zu Prüfungen - zugelassen werden. Im Vergleich zu den regulär eingeschriebenen nach vorläufigen Zahlen rund 235 000 Studierenden an baden-württembergischen Hochschulen spielen sie allerdings eine untergeordnete Rolle.

29.04.2008 Baden-Württemberg Pressemeldung Statistisches Landesamt Baden-Württemberg

Im langjährigen Vergleich wurde mit diesen Ergebnissen ein neuer Höchstwert erreicht. Nachdem 1997 für die Teilnahme an dieser Weiterbildungsmöglichkeit Semestergebühren erhoben worden waren, sank die Zahl der Gasthörer bis zum Wintersemester 1998/99 auf einen Tiefstand von 1 657 Personen. Danach war wieder ein kontinuierlicher Zuwachs auf den heutigen Wert zu beobachten.

Die Gasthörer in Baden-Württemberg hatten sich im Wintersemester 2007/08 fast ausschließlich an den Universitäten (84 Prozent) eingeschrieben. Unter ihnen befanden sich mehr Männer (54 Prozent) als Frauen. Rund 64 Prozent der Gasthörer im Wintersemester 2007/08 waren zwischen 60 und 75 Jahre alt, das Durchschnittsalter betrug 61 Jahre. Fast zwei Drittel der Gasthörer besuchten ein Fach aus dem Bereich "Sprach- und Kulturwissenschaften". Besonders die Fachrichtung Geschichte war mit einem Anteil von 30 Prozent an allen Gasthörern beliebt. Mit weitem Abstand folgten fast gleichauf die Bereiche "Kunst und Kunstwissenschaften" mit 8 Prozent sowie die "Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften" mit 7 Prozent Anteil.

Die Struktur der Gasthörer hat sich in den letzten Jahren geändert. Im Wintersemester 1995/96 gab es mehr Frauen als Männer (48 Prozent). Ferner waren die Gasthörer mit einem Durchschnittsalter von 53 Jahren 8 Jahre jünger. Auch die Verteilung auf die verschiedenen Studienbereiche war etwas ausgewogener als heute. So entfielen auf die "Sprach- und Kulturwissenschaften" 61 Prozent, auf die "Kunst und Kunstwissenschaften" 12 und auf die "Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften" 11 Prozent Anteil der Gasthörer.


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