Förderung von benachteiligten Jugendlichen in der Berufsbildung bleibt unverzichtbar!

Benachteiligte Jugendliche brauchen zusätzliche Förderung, um ihre Chancen beim Übergang von der Schule in die Berufsausbildung zu verbessern: Was vor über 25 Jahren in Modellversuchen des Bundsinstituts für Berufsbildung (BIBB) zur Benachteiligtenförderung erprobt und nachgewiesen wurde, fand 1980 Eingang in ein großes bildungspolitisches Programm zur "Förderung der Berufsausbildung von Jugendlichen mit schulischen Defiziten" des damaligen Bundesministeriums für Bildung und Wissenschaft (BMBW).

27.09.2005 Pressemeldung Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)

Mit diesem am 1. Juni 1980 gestarteten Programm wurde der Grundstein gelegt für ein gegenwärtig mehr denn je gebrauchtes und genutztes Regelangebot: Berufsausbildungsvorbereitung, außerbetriebliche Ausbildung und - bei einer betrieblichen Ausbildung - ausbildungsbegleitende Hilfen unterstützen und begleiten heute benachteiligte junge Menschen auf dem Weg in den Beruf. Auf der Fachtagung "25 Jahre berufliche Benachteiligtenförderung - vom Modellprogramm zur Daueraufgabe", die das BIBB gemeinsam mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und der Universität Hannover am 27./28. September in Bonn durchführt, werden 25 Jahre nach dem Beginn des Benachteiligtenprogramms Fachleute aus den Institutionen der Politik, der Wissenschaft und der Praxis, die an seiner Entwicklung, Umsetzung und Fortschreibung mitgewirkt haben, über den historischen Verlauf, das bisher Erreichte und die notwendige Weiterentwicklung der Benachteiligtenförderung diskutieren.

Angesichts der schwierigen Bedingungen auf dem Ausbildungsstellenmarkt werden auch in absehbarer Zukunft noch ein hoher Anteil von Jugendlichen auf eine besondere Förderung beim Übergang von der Schule in die Berufsausbildung angewiesen sein. Die BIBB-Fachtagung stellt daher die aktuellen Entwicklungen und die in der Praxis eingeschlagenen Wege in der Benachteiligtenförderung auf den Prüfstand.

In den vier Tagungs-Workshops werden diskutiert

  • die Notwendigkeit einer Verknüpfung von Berufsausbildungsvorbereitung und Berufsausbildung (im Workshop "Konzeptionelle Vernetzung der Förderinstrumente und -systeme"),
  • die stärkere Verknüpfung von außerbetrieblichen und betrieblichen Lernorten (im Workshop "Benachteiligtenförderung betriebsnah denken"),
  • die Möglichkeiten der allgemeinbildenden Schulen, die Ausgangsbedingungen benachteiligter Jugendlicher zu verbessern (im Workshop "Allgemeinbildende Schulen und Benachteiligtenförderung"),
  • die Rolle und das Selbstverständnis der Sozialpädagogik im Prozess der Benachteiligtenförderung (im Workshop "Von der Sozialpädagogik zum Integrationscoaching?").

Weitere Informationen zum Thema im Internet:


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