Hessen zertifiziert Sprachkenntnisse in Berufsschulen: Fit im Beruf mit Fremdsprachen – Auszubildende können´s!
Kultusministerin Karin Wolff hat heute in Wiesbaden die Neuauflage des Faltblattes "Fit im Beruf mit Fremdsprachen" vorgestellt, das an alle hessischen Berufsschulen versandt worden ist. "Das Faltblatt ist für die Auszubildenden bestimmt", so die Ministerin, "sie sollen sich selbst über Möglichkeiten zum Zertifizieren ihrer Fremdsprachenkenntnisse informieren können."
27.06.2006 Hessen Pressemeldung Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und ChancenOb Köche, Bankkaufleute oder Kraftfahrzeug-Mechaniker – im Rahmen einer zentralen Prüfung können Auszubildende und Schülerinnen und Schüler beruflicher Schulen einmal jährlich ihre berufsrelevanten Fremdsprachenkenntnisse zertifizieren lassen. Dieses Angebot habe sich in Hessen etabliert, "dies bestätigt nicht zuletzt die kontinuierlich steigende Zahl der bestandenen Prüfungen – im zu Ende gehenden Schuljahr waren es über 300", hob Karin Wolff hervor.
Zunehmend würden die Auszubildenden dabei von ihren Ausbildungsbetrieben unterstützt. Gerade dort erforderten verschiedene Arbeitsabläufe immer mehr berufsbezogene Fremdsprachenkenntnisse, um auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene erfolgreich zu sein.
"Wer im Beruf auch in Fremdsprachen fit ist, hat deutlich bessere Einstellungs- und Aufstiegschancen", betonte die Kultusministerin, "unser Fremdsprachenzertifikat findet bundesweite und internationale Anerkennung. Mit Blick auf ein zusammenwachsendes Europa ist es eine unserer wichtigsten Aufgaben, die Fremdsprachenkompetenz der Jugend intensiv zu fördern und sie durch eine Prüfung zu bestätigen."
Die Prüfungen zum Erwerb des Zertifikats werden von Fremdsprachenlehrerinnen und Fremdsprachenlehrern entwickelt, organisiert und direkt an Schulen durchgeführt. Das Angebot konzentriert sich derzeit auf Englisch und Spanisch; andere Fremdsprachen werden bei entsprechender Nachfrage ebenfalls angeboten.
Auf drei verschiedenen Niveaustufen könnten sich Auszubildende prüfen lassen, sagte Karin Wolff: "Damit eine realistische Einstufung erfolgen kann, müssen sie jedoch von ihren Lehrerinnen und Lehrern gut beraten werden." Die jeweilige Zeugnisnote in der Fremdsprache spiele dabei keine Rolle.
Schriftlich und mündlich müssen die Auszubildenden in der Fremdsprache beweisen, dass sie die Fähigkeit besitzen,
- gesprochene und geschriebene Mitteilungen zu verstehen
- sich schriftlich zu äußern
- durch Übersetzen oder Umschreiben zwischen Kommunikationspartnern zu vermitteln und
- Gespräche führen können.
Mit diesem zentralen Prüfungsangebot setze Hessen eine Vereinbarung der Kultusministerkonferenz um und verschaffe vielen Jugendlichen eine hervorragende Grundlage, sich mit Fremdsprachen-Zertifikaten für Tätigkeitsfelder auf dem europäischen und internationalen Arbeitsmarkt zu qualifizieren, betonte die Kultusministerin; denn: "Auszubildende sind fit, sie können´s!"
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