"Junge Frauen sollen ihre Potentiale bei der Berufswahl aktiv nutzen und vermeintliche ,Männerdomänen´ nicht aussparen"

Kultusstaatssekretär Bernd Sibler eröffnete am 31. März in München die Bayerische Fachtagung "Fachkräfte der Zukunft - Berufswahl von Mädchen und Buben" in München - Sozialministerin Christa Stewens: Berufswahl muss sorgfältig geplant werden MÜNCHEN. Bayerns Kultusstaatssekretär Bernd Sibler eröffnete heute die Bayerische Fachtagung "Fachkräfte der Zukunft - Berufswahl von Mädchen und Buben", die von dem Bayerischen Kultusministerium und dem Bayerischen Sozialministerium in den Räumen der LBS Bayern in München durchgeführt wird.

01.04.2008 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Kultusstaatssekretär Bernd Sibler warb dafür, dass sich die Jugendlichen frühzeitig für ihre Berufswahl interessieren und auf diese vorbereiten. Dabei sollten sie die eigenen Fähigkeiten und Potentiale in den Vordergrund stellen und sich nicht von traditionellen Rollenbildern leiten lassen. Kultusstaatssekretär Sibler wörtlich: "Junge Frauen sollen ihre Potentiale bei der Berufswahl aktiv nutzen und vermeintliche ,Männerdomänen´ nicht aussparen".

Bernd Sibler deutet den Girls´Day als große Chance, die Möglichkeiten von Mädchen und jungen Frauen in allen Berufen, auch in den fälschlicherweise häufig als "Männerberufen" bezeichneten, zu verbessern. Der Kultusstaatssekretär erinnerte daran, dass der Girls´ Day einen Riesenerfolg erzielt habe. Allein in den vergangenen drei Jahren haben Unternehmen ihre Informationsangebote an Mädchen um 42 Prozent erhöht.

Sozialministerin Christia Stewens hatte anlässlich der Fachtagung erklärt: "Mit der Berufswahl werden die Weichen für das weitere Erwerbsleben gestellt.

Es lohnt sich, die breite Vielfalt an Berufsbildern sorgfältig unter die Lupe zu nehmen", ermutigte Arbeitsministerin Christa Stewens junge Menschen, sich ein realistisches Bild von den Inhalten und Zukunftschancen ihres zukünftigen Berufes zu verschaffen. "Gerade junge Frauen entscheiden sich nach wie vor sehr stark für Berufsgruppen, die häufiger von Arbeitslosigkeit bedroht sind, weniger Entwicklungsmöglichkeiten bieten und zudem mit geringeren Löhnen verknüpft sind", so Stewens und ergänzte: "Andererseits sind auch männliche Vorbilder in Kindertageseinrichtungen heute leider noch eine Rarität. Dabei haben gerade soziale Berufe wie Erzieher Zukunft."

Mädchen und Buben wählen derzeit ihre zukünftigen Berufe geschlechtsspezifisch noch sehr unterschiedlich. Mehr als die Hälfte der Mädchen und rund ein Drittel aller Buben konzentrieren sich bei der Berufswahl auf nur 10 von über 500 angebotenen betrieblichen Ausbildungen. Bei der Tagung werden heute Erfahrungen rund um das Themenfeld Berufsorientierung in Unternehmen, Schulen oder Regionen ausgetauscht und Wege diskutiert, wie Mädchen und Buben das Berufswahlspektrum erweitern können.

Der bundesweite Aktionstag "Girls'Day" findet in diesem Jahr am 24. April statt. Er will bei Mädchen und jungen Frauen Interesse an technischen und naturwissenschaftlichen Berufen wecken. Zugleich wird mit der bundesweiten Aktion "Neue Wege für Jungs" für mehr Engagement in sozialen Berufen geworben.


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