Saarland

Kooperationsvereinbarung zur Berufsorientierung: Nach der Schule erfolgreich durchstarten

Im Rahmen eines Pressegesprächs wurde am Freitag die Kooperationsvereinbarung über die Zusammenarbeit von Schule, Berufsberatung und Wirtschaft im Bereich der Berufs- und Studienorientierung im Saarland erneuert.

31.10.2016 Saarland Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland
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Ziel der Kooperation ist die professionelle und abgestimmte Unterstützung von Schülerinnen und Schüler, ihren individuellen Prozess der Berufs- bzw. Studienorientierung sowie den Übergang in die betriebliche Ausbildung, ins Studium oder in den Beruf weiter eigenverantwortlich und erfolgreich zu gestalten.

Die Kooperationsvereinbarung beschreibt die Zusammenarbeit von Schulen mit Berufsberatung und Wirtschaft bei der Berufs- und Studienorientierung im Saarland. DieKooperationspartner verpflichten sich, die jungen Menschen zum Beispiel durch Informationen, Beratung, Praxisangebote und Projekte zu unterstützen und den Schulen das jeweilige spezielle Knowhow ihrer Organisationen verfügbar zu machen. Mit der Vereinbarung legen sie verbindliche Regelungen für die Zusammenarbeit fest.

Ulrich Commerçon, Minister für Bildung und Kultur: „Die Kooperationsvereinbarung bündelt die vielen positiven Entwicklungen der letzten Jahre, die wir im Bereich der Berufs- und Studienorientierung in den Schulen auf den Weg gebracht haben. Eine erfolgreiche gesellschaftliche Teilhabe hängt auch von einer beruflichen Integration ab. Auf dem Weg dahin begleiten wir die Schülerinnen und Schüler. Denn fester Bestandteil der schulischen Förderung ist auch eine fundierte Berufs- und Studienorientierung.“

Von der Ausbildung und Qualifizierung junger Menschen hängen das Gelingen des Strukturwandels in unserem Land und der Erfolg der Wirtschaft sowie der Gesellschaft ab, unterstrich Jürgen Barke, Staatssekretär des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr: „Gerade im Hinblick auf den demografischen Wandel und den drohenden Fachkräftemangel ist es wichtig, die jungen Menschen zu fördern. Nichts sichert die Zukunft unseres Landes mehr, als der Nachwuchs, den wir uns selbst heranziehen.“

„Eine qualifizierte Berufsorientierung ist ein ganz entscheidender Schritt auf dem Weg zu einer erfolgreichen beruflichen Tätigkeit. Denn nur wer frühzeitig und umfassend über die vielfältigen Karrierewege informiert ist, kann die Weichen für seine Zukunft richtig stellen. Gleichzeitig gewinnen Schüler Einblicke in die Anforderungen einer betrieblichen Ausbildung und können sich schon während der Schulzeit auf diese Ansprüche einstellen“, so IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Heino Klingen.

Dr. Arnd Klein-Zirbes, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer des Saarlandes (HWK) unterstrich die Wichtigkeit der Berufsorientierung an den Schulen: „Unsere HWK unterstützt die Kooperationsvereinbarung uneingeschränkt. Den kleinen und mittleren Unternehmen des Handwerks stehen in der Regel keine großen Personal- und Marketingabteilungen zur Verfügung, die Berufsinformationsmessen und ähnliche Veranstaltungen für sie organisieren können.

Die Unternehmen unseres Wirtschaftsbereiches haben auch eher selten einen hohen Werbe-Etat für Marketing zur Verfügung, mit dessen Hilfe sie große Markenkampagnen umsetzen können.
Für den Wirtschafts- und Gesellschaftsbereich Handwerk geht es bei der Berufsorientierung in Schulen nicht um Produkt-PR, sondern um Informationen und darum, junge Menschen für eine handwerkliche Ausbildung zu begeistern.

„Berufs- und Studienwahl sind von ausschlaggebender Bedeutung für die zukünftige Zufriedenheit und den Erfolg im Arbeitsleben. Dafür werden in der Berufsorientierung und der Berufsberatung ganz wesentliche Grundsteine gelegt. Mit der Verzahnung aller im Netzwerk beteiligten Partner vor Ort können Informationen besser ausgetauscht, Angebote zusammen abgestimmt und umgesetzt werden“, so die Chefin der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit, Heidrun Schulz.

Joachim Malter, Hauptgeschäftsführer Vereinigung der Saarländischen Unternehmensverbände e. V.: „Es freut uns sehr, dass immer mehr Schulen sich mit großem Interesse und Engagement der Berufsorientierung widmen. Wir beobachten, dass diese sich unkompliziert und mit großer Offenheit mit den umliegenden Betrieben vernetzen und den Schülern die Chance geben, aus erster Hand mehr über die vielfältigen Berufsbilder zu erfahren. Den Unternehmen kann ich nur empfehlen: Zeigen Sie gesellschaftliches Engagement für Bildung! Klinken Sie sich in die Netzwerke von SCHULEWIRTSCHAFT ein und begeistern Sie ihre zukünftigen Auszubildenden von Ihrem Beruf und Betrieb!"

Hintergrund:
Die Kooperationspartner Ministerium für Bildung und Kultur, Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr, Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit, Vereinigung der Saarländischen Unternehmensverbände e. V. (VSU), Handwerkskammer des Saarlandes, Industrie- und Handelskammer des Saarlandes erneuerten nun die Vereinbarung von 2010. Gemeinsames Ziel ist es, dass sich die enormen Fortschritte, die die Berufs- und Studienorientierung in den letzten Jahren in den Schulen im Saarland unter Beteiligung der Partner durchlaufen hat, in der neuen Vereinbarung wiederfinden.


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