Kultusministerin Heiligenstadt begrüßt vietnamesische Altenpflegeschülerinnen und Altenpflegeschüler in Niedersachsen
"Ich möchte Sie im Namen des Landes Niedersachsen herzlich willkommen heißen und Ihnen für die künftige Ausbildung zur Altenpflegerin und zum Altenpfleger alles Gute und viel Erfolg wünschen." Mit diesen Worten begrüßte Frauke Heiligenstadt, Niedersächsische Kultusministerin, am (heutigen) Montag 24 Vietnamesinnen und Vietnamesen zum Startschuss des Pilotprojektes "Ausbildung von Arbeitskräften aus Vietnam zu Pflegefachkräften" in der Anna-Siemsen-Schule in Hannover.
02.09.2013 Pressemeldung Niedersächsisches KultusministeriumIm Rahmen dieses Bundesprojektes werden insgesamt 102 junge Vietnamesinnen und Vietnamesen mit Krankenpflegeausbildung in Deutschland zu Altenpflegerinnen und Altenpflegern ausgebildet. Wegen der Vorqualifikation der Vietnamesinnen und Vietnamesen kann die Ausbildungszeit von drei auf zwei Jahre verkürzt werden.
In Niedersachsen werden die 24 Vietnamesinnen und Vietnamesen an der Anna-Siemsen-Schule in Hannover, der DRK-Altenpflegeschule in Braunschweig und der Berufsbildenden Schule III in Celle ausgebildet. Nach erfolgreichem Abschluss werden die frisch ausgebildeten vietnamesischen Altenpflegefachkräfte für drei Jahre in Deutschland bleiben und in ihrem neuen Beruf arbeiten. "Dieses Pilotprojekt ist ein wichtiger Baustein bei unserem gemeinsamen Engagement gegen den Fachkräftemangel in der Altenpflege. Die Nachwuchsgewinnung in der Altenpflege ist ein zentrales Thema für die Zukunft", so Heiligenstadt.
Die Kultusministerin betonte, dass es besonderer Anstrengungen aller Akteure bedürfe, um dem Fachkräftemangel in der Pflege entgegen zu wirken. Heiligenstadt: "Niedersachsen beteiligt sich daher - als eines von vier Bundesländern - gerne an diesem, vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie initiierten und in weiten Teilen finanzierten Pilotprojekt. Über das Kultusministerium stellt das Land Niedersachsen durch schulische Ausbildungskapazitäten und Entlastungsstunden für die öffentlichen berufsbildenden Schulen Ressourcen in erheblichem Umfang zur Verfügung."
Schulleiterin Renate Lippel erinnerte daran, dass durch den demografischen Wandel der Fachkräftebedarf ständig zunehme und sagte: "Der Altenpflegeberuf ist ein verantwortungsvoller Beruf, der hohe Sozialkompetenz und Fachkompetenz erfordert. Die Beteiligung an dem Projekt ist für uns als staatliche berufsbildende Schule daher eine Selbstverständlichkeit. Wir freuen uns auf die Schülerinnen und Schüler aus Vietnam."
"In unserer zunehmend älter werdenden Gesellschaft nehmen Pflegeberufe einen immer größeren Stellenwert ein", betonte Regionspräsident Hauke Jagau. "Deshalb ist es wichtig, dem drohenden Mangel an Fachkräften rechtzeitig zu begegnen, wie es Bund und Land mit diesem Modellprojekt beispielhaft tun. Ich freue mich, dass die BBS 7 als Partnerin das Projekt unterstützt und dazu beiträgt, den jungen vietnamesischen Auszubildenden die notwendigen Fähigkeiten zu vermitteln, um fachlich fundiert, aber auch mit der nötigen Sensibilität in der Pflege arbeiten zu können."
Kultusministerin Heiligenstadt bedankte sich bei den Altenpflegeschulen, den Pflegeeinrichtungen und den Trägern für ihr Engagement: "Die Begleitung und Unterstützung unserer neuen Auszubildenden aus Vietnam ist über die fachliche Betreuung hinaus eine ganz wichtige Aufgabe. Es fordert Respekt ab, dass Sie sich dieser Herausforderung stellen." Niedersachsen werde seine Bemühungen zur Sicherung des Fachkräftebedarfes weiter verstärken, erklärte Heiligenstadt. "Daher werden wir auch in der Zukunft Aktivitäten zur Förderung der Altenpflegeausbildung unterstützen." Und an die vietnamesischen "Schülerinnen und Schüler" gewandt: "Ich bin zuversichtlich, dass Sie aufgrund Ihrer Qualifikationen in der Krankenpflege, der sprachlichen und kulturellen Vorbereitung in Vietnam sowie der Begleitung und Unterstützung hier in Niedersachsen ihren Weg mit Erfolg beschreiten werden. Die Pflegeausbildung bietet Ihnen gute berufliche Zukunftschancen in Deutschland - Sie sind als Altenpflegerinnen und Altenpfleger in der Pflegebranche heiß begehrt."
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