Bildungsgerechtigkeit

Kultusministerium nimmt Stellung zur Berufseinstiegsbegleitung

Das baden-württembergische Kultusministerium kündigt an, sich im Sinne der Bildungsgerechtigkeit auf Maßnahmen zu konzentrieren, die allen Schülerinnen und Schülern zu Gute kommen können.

17.06.2022 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg
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„Es ist richtig, dass der Bildungserfolg nicht vom Wohnort abhängen darf“, sagt Kultusministerin Theresa Schopper. Sie erklärt: „Genau das ist einer der Gründe, warum wir uns an der Ausschreibung weiterer Kohorten bei der Berufseinstiegsbegleitung nicht beteiligen, sondern uns auf andere Programme fokussieren. Durch das Kofinanzierungsmodell, bei dem Dritte bereitstehen müssen, damit das Programm finanziert werden kann, findet das Programm nämlich nur dort statt, wo auch die Finanzkraft vorhanden ist, das Programm zu unterstützen oder wo die Partner auch einen Schwerpunkt darauf setzen.“

Wenn Schülerinnen und Schüler nicht in finanzstarken Kommunen leben oder in Kommunen leben, die andere Schwerpunkte setzen, können sie nicht von diesem Angebot profitieren, was zu einer Ungleichbehandlung der Schülerinnen und Schüler führt. Deshalb konzentriert sich das Kultusministerium im Sinne der Bildungsgerechtigkeit auf Maßnahmen, die allen Schülerinnen und Schülern zu Gute kommen können. Zuletzt haben sich an der Ausschreibung 2020 zudem lediglich etwa zehn Prozent der in Frage kommenden Schulen in Baden-Württemberg beteiligt, so dass die Berufseinstiegsbegleitung nur einem Bruchteil der Schülerinnen und Schüler zu Gute kommt.

Die Aufgabe, die Schülerinnen und Schüler erfolgreich auf ihren Übergang von der allgemein bildenden Schule in eine Ausbildung vorzubereiten, fällt aber auch nicht weg. Ganz im Gegenteil. Dies gehört durch die Verankerung der Leitperspektive Berufliche Orientierung im Bildungsplan sowie der Einführung des Fachs Wirtschaft, Berufs- und Studienorientierung zum Alltag in der Schule. Das Land möchte die berufliche Orientierung in diesem Jahr zudem noch einmal verstärkt in den Fokus rücken und eine breite Öffentlichkeit für deren Bedeutung sensibilisieren. Da die Corona-Pandemie zu einer großen Verunsicherung bei den Jugendlichen und jungen Erwachsenen geführt hat, wird das Land über die Initiative „BO – durchstarten!“ verschiedene Maßnahmen umsetzen, um die berufliche Orientierung in den Blick zu nehmen und den Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu zeigen, dass es viele interessante Berufe und sehr gute Chancen auf Ausbildungsstellen gibt.


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