Neue und mehr Möglichkeiten im Projekt Berufliches GymnasiumPLUSHandwerk
Das Projekt Berufliches GymnasiumPLUSHandwerk bringt das Handwerk mit Schülerinnen und Schülern am beruflichen Gymnasium in Brandenburg zusammen. Es bietet berufliche Orientierung und die Möglichkeit, dass Schülerinnen und Schüler auf dem Weg zum Abitur bereits Teilwissen für die Meisterprüfung eines Handwerksberufs erwerben können.
30.03.2023 Brandenburg Pressemeldung Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes BrandenburgÄnderungen bei den Praktikumszeiten bieten jetzt mehr Möglichkeiten, damit Schülerinnen und Schüler und Unter-nehmen noch besser zusammenfinden.
Bildungsministerin Britta Ernst: „Brandenburg gestaltet die berufliche Orientie-rung praxisnah und bedarfsgerecht und mit Partnern vor Ort. Das Projekt Berufli-ches GymnasiumPLUSHandwerk ist ein gutes Beispiel dafür. Die Möglichkeit, ein Praktikum in den Jahrgangsstufen 11 und 12 auch während der Schulzeit zu absol-vieren, hilft sicher, damit sich Betriebe sowie Praktikantinnen und Praktikanten bes-ser kennenlernen. Es ist eine Win-Win-Situation für alle und ich würde mich freuen, wenn sich viele Unternehmen bereiterklären, jungen Menschen einen Platz anzu-bieten.“
HWK-Präsidentin Corina Reifenstein: „Knapp 300 Schülerinnen und Schüler ha-ben diesen Bildungsgang bisher besucht oder sind noch dabei. 85 davon haben ihn bereits beendet. Ein Viertel davon entschied sich für eine Karriere in unseren Hand-werksbetrieben. Mit dem heutigen Tag wird das Berufliche GymnasiumPLUSHand-werk weiter aufgewertet. Ein Praktikum ist für Schülerinnen und Schüler der beste Weg, um herauszufinden, ob der Beruf etwas für sie ist oder nicht. Möglicherweise lernt der eine oder andere auf diesem Weg schon seinen künftigen Arbeitgeber kennen. Die Handwerkskammer Cottbus unterstützt die Jugendlichen bei der Suche. Aktuell bieten unsere Unternehmen mehr als 600 Praktika-plätze an. Da sollte für jeden etwas dabei sein.“
Neue Rahmenbedingungen:
Jetzt können Praktika auch in den Jahrgangsstufen 11 und 12 nicht nur in den Fe-rien, sondern auch während der Unterrichtszeit absolviert werden.
Insgesamt sollen die Praktika eine Dauer von zwei Unterrichtswochen umfassen. Praktika erfolgen sowohl in der Klasse 11 (Einführungsphase am Beruflichen Gym-nasium) und der Jahrgangsstufe 12 (Q 1 und Q 2). In der Jahrgangsstufe 13 steht das Abitur im Vordergrund (Q 3 und Q 4/Abiturphase).
In der 12. Jahrgangsstufe werden die Praktika außerhalb der Ferien ausschließlich in den Zeiten der Kursfahrten, Projektwochen stattfinden können.
Die Praktikumsvarianten können an den OSZ schulorganisatorisch unterschiedlich ausgestaltet sein: feste Praktikumswochen in den Jahrgangsstufen 12 oder Integra-tion von Praktika in den wöchentlichen Stundenplan (abhängig von den Möglichkei-ten und den Anforderungen in Betrieb und Schule).
Sie können in ein oder zwei Betrieben sinnvoll sein. Wünschenswert ist möglichst eine Umsetzung in zwei Betrieben, damit die Schülerinnen und Schüler mehr Erfah-rungen sammeln können. Es ist auch eine Splittung möglich: eine Woche in den Ferien, eine Woche als Studien-/Kursfahrt oder Projektwoche.
Mit der Matchingplattform „praktikumswochen.de“ lernen Schülerinnen und Schüler jeden Tag ein neues Unternehmen in der Region kennen. So entstehen neben Aus-bildungsverträgen mit den Unternehmen auch nachhaltige Verbindungen. Zudem werden Erfahrungen in verschiedenen Berufen gesammelt.
Hintergrund:
Das Bildungsministerium und die Handwerkskammer Cottbus (HWK) haben 2017 gemeinsam mit vier Oberstufenzentren (OSZ) in Südbrandenburg das Projekt Be-rufliches GymnasiumPLUSHandwerk ins Leben gerufen. Hintergrund war und ist der hohe Bedarf an qualifizierten Fachkräften in Südbrandenburg.
Im Schulamtsbereich Cottbus gibt es vier OSZ, Cottbus, Dahme-Spreewald (LDS), Lausitz (OSL), Elbe-Elster (EE), die ein berufliches Gymnasium haben. Im Jahr 2017/18 starteten im Projekt die ersten zwei: OSZ Cottbus und OSZ LDS. Start Schuljahr 2018/2019: OSZ OSL und EE.
Das Projekt schafft einen neuen Weg, frühzeitig einen tieferen Einblick in die Welt des Handwerks zu erhalten und bereits die verantwortungsvollen Aufgaben von Führungskräften im Betrieb kennenzulernen.
Im berufsorientierten Schwerpunkt Wirtschaft wird neben den Fächern Wirtschafts-wissenschaft und Rechnungswesen mit dem Seminarkurs „Berufs- und Studienori-entierung“ in der gymnasialen Oberstufe das notwendige Orientierungswissen erworben.
Gleichzeitig lernen die Schülerinnen und Schüler die Anforderungen der Berufswelt auch im Alltag intensiver kennen.
Dieses besondere Angebot bietet eine gute Möglichkeit, einen optimierten Über-gang von der Schule in den Beruf zu gestalten und gleichzeitig perspektivisch die Fachkräftesicherung zu stärken. (Das im Namen hochgestellte PLUS zeigt diese Brückenfunktion)
- Erfolgreiche Vereinbarung Bildungsketten wird verlängert
- Zukunft der Bildung: Wie können wir uns auf die Herausforderungen vorbereiten?
- Weiterbildung – ein wichtiger Baustein der Fachkräftesicherung
Keine Kommentare vorhanden