Berufswahl

"Nicht lauter kleine Heidi Klums"

18.07.2011 Artikel

40 Prozent der Bewerbungsschreiben wiesen derart starke Mängel auf, dass die Bewerber nicht einmal mehr ins weitere Auswahlverfahren kämen, erklärt der Hauptgeschäftsführer der niedersächsischen Arbeitgeberverbände und des Arbeitgeberverbandes Niedersachsen Metall, Volker Schmidt, im Deutschlandradio. Mögliche Versäumnisse sieht er aber weniger bei der Schule sondern vielmehr im Elternhaus. "Hier geht es um elementare Kulturtechniken, für die zuerst einmal das Elternhaus verantwortlich ist, und hier müssen die Eltern ihre Hausaufgaben machen und nicht die Schule."

Und auch für das mangelnde Interesse junger Mädchen an den sogenannten MINT Berufen hat Schmidt eine Erklärung. Dies habe mit der medialen Wirklichkeit zu tun. Gerade "die jungen Damen", selbst diejenigen mit den allerbesten Schulnoten, träumten von einer Karriere als Model, als Schauspielerin, als Moderatorin. Sein Fazit: "Nichts gegen Frau Klum, aber mit lauter kleinen Heidi Klums werden wir die Zukunft nicht gewinnen."

Deutschlandradio


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