OECD-Vergleich ist Ermutigung für weiteren Ausbau des Bildungssystems

In dem heute vorgestellten Ländervergleich zur OECD-Studie Bildung auf einen Blick sieht Doris Ahnen, Ministerin für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, eine Ermutigung und Aufforderung zugleich, auf allen Ebenen die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass möglichst viele Menschen an Bildungsprozessen teilnehmen können.

10.09.2008 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-Pfalz

Die Studie weise im Bundesvergleich eine überdurchschnittliche Bildungsbeteiligung im vorschulischen Bereich und eine ebenso überdurchschnittliche Studienanfängerquote aus. "Das ist nicht zuletzt auch das Ergebnis unserer Bemühungen, soziale Hürden beim Zugang zur Bildung abzubauen", kommentierte Ahnen. Sie verwies in diesem Kontext darauf, dass Rheinland-Pfalz als erstes Bundesland den Kindergartenbesuch vollständig beitragsfrei stelle und ein gebührenfreies Erststudium ermögliche.

Die rheinland-pfälzische Landesregierung habe weit früher als andere einen besonderen Akzent auf den qualitativen und quantitativen Ausbau der frühkindlichen Bildung und Betreuung gesetzt. "Wir werden diesen Weg konsequent weitergehen, weil er im Interesse der Kinder, ihrer Eltern und letztlich unserer gesamten Gesellschaft ist", sagte Ahnen.

Dass die rheinland-pfälzischen Bildungsausgaben unterdurchschnittlich seien, habe nur begrenzte Aussagekraft. Darauf hätten die Autoren der Studie selbst hingewiesen. Gleichwohl sei es unbestritten, dass vor allem die Hochschulen und Forschungseinrichtungen finanziell besser ausgestattet werden müssten, um im nationalen und internationalen Vergleich konkurrenzfähig sein und bleiben zu können, erklärte die Ministerin. Deshalb habe die Landesregierung beschlossen, ihnen in den kommenden fünf Jahren insgesamt 400 Millionen Euro zusätzlich zur Verfügung zu stellen.

Als Plus verbuchte sie auch die ausgesprochen günstige Altersstruktur der Lehrerinnen und Lehrer an rheinland-pfälzischen Schulen. Sie sei eine gute Voraussetzung für innovativen Unterricht.

Weiterer Anstrengungen bedürfe es auch beim Anteil an Absolventinnen und Absolventen in mathematisch-naturwissenschaftlich-technischen Studiengängen. "Ich erhoffe mir in den kommenden Jahren von der Umsetzung des Hochschulpakts bessere Ergebnisse, weil wir dabei – wie auch im schulischen Bereich - ganz gezielt einen inhaltlichen Schwerpunkt auf diese Fächergruppe setzen", sagte Ahnen.

Dass Rheinland-Pfalz mit 87 Prozent die höchste Beschäftigungsquote für Hochqualifizierte bundesweit habe, belege eindrucksvoll die Modernität des Landes. "Deshalb bleibt Bildungs-, Wissenschafts- und Forschungspolitik einer der Handlungsschwerpunkte der Landesregierung", sagte Ahnen.


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