Stiftung Rheinland-Pfalz für Innovation verstärkt die Dynamik des Landes
Die Stiftung Rheinland-Pfalz für Innovation blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2004 zurück. "Die Stiftung hat abermals sehr eindrucksvoll bewiesen, wie wichtig sie für den wissenschaftlichen und technologischen Fortschritt und damit auch für die wirtschaftliche Dynamik in Rheinland-Pfalz ist", sagte der Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Ministerpräsident Kurt Beck.
02.11.2005 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur, Rheinland-Pfalz (bis 11/06)Gemeinsam mit Professor Dr. E. Jürgen Zöllner, Minister für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur, sowie Hans-Artur Bauckhage, Minister für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau, bilanzierte er heute in Mainz die Aktivitäten der Stiftung im vergangenen Jahr.
Von den neu vorgelegten Förderanträgen hat der Stiftungsvorstand 2004 33 Vorhaben zur Bewilligung ausgewählt. Sie wurden mit einem Gesamtvolumen von rund 5,3 Millionen Euro unterstützt, nachdem externe Gutachter sie positiv beurteilt hatten. "Die Vielfalt und die Qualität der von uns geförderten Vorhaben stärken den innovativen Wissensstandort Rheinland-Pfalz und seine Wettbewerbsfähigkeit gleichermaßen", kommentierte der Ministerpräsident.
Vom Beginn der Stiftungstätigkeit im Jahr 1993 bis zum Ende des Jahres 2004 habe die Stiftung Rheinland-Pfalz für Innovation insgesamt 499 Projekte mit rund 76 Millionen Euro gefördert. "Unser Schwerpunkt liegt im naturwissenschaftlich-technischen Bereich. Dabei interessiert uns besonders die Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Es geht darum, die praktische Umsetzung von Grundlagenforschung anzuschieben", erklärte Beck.
Er kündigte an, dass sich die Stiftung in den nächsten Jahren noch stärker als bislang der Nachwuchsförderung annehmen wird. Ein guter Auftakt dafür sei der neu konzipierte, mehrtägige Workshop "Kultur der Innovation" im Oktober des vergangenen Jahres gewesen. Vertreterinnen und Vertreter von Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Kultur hätten an drei Tagen im Schloss Engers in Neuwied-Engers über Innovation als Motor von Forschung, Entwicklung und Karriereplanung diskutiert. "Wir möchten solche Formen des Austauschs und der Vernetzung kreativer Menschen weiter pflegen", sagte der Ministerpräsident.
Dank sagte er den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stiftungs-Geschäftsstelle mit der Leitenden Ministerialrätin Brigitte Klempt an der Spitze. Die Verwaltungsausgaben der Stiftung hätten im Jahr 2004 nur rund 150.000 Euro betragen - das sind 1,3 Prozent der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel. "Das zeigt, dass das Geld auch wirklich dort ankommt, wo es gebraucht wird: bei den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern", so der Ministerpräsident.
Als ein zentrales Förderinstrument würdigte auch Wissenschaftsminister Zöllner die Stiftung Rheinland-Pfalz für Innovation. "Wenn es sie noch nicht gäbe, müsste man sie erfinden", sagte Zöllner, der zugleich Vorsitzender des Stiftungskuratoriums ist.
In zahlreichen Fällen seien Stiftungsprojekte der Auftakt für neue Forschungsansätze an den Hochschulen und Forschungseinrichtungen des Landes gewesen. "Die Stiftung unterstützt gezielt die Schwerpunktbildung unserer Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Dadurch stärken wir deren nationale und internationale Wettbewerbsfähigkeit."
Ein Beispiel dafür aus dem vergangenen Jahr sei der Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie. 24 Prozent der Fördermittel seien in diesen Bereich geflossen. "Dies spiegelt zum einen den Stellenwert wider, den wir dieser Zukunftstechnologie beimessen, ist zum anderen aber auch Ausdruck dafür, dass wir in diesem Bereich gut aufgestellt sind", erläuterte der Minister.
Auch für die Zukunft wünsche er sich die Synergie zwischen innovativem Know-how und gesellschaftlich verwertbaren Ergebnissen. "In dieser Hinsicht leistet die Stiftung Außerordentliches", so Zöllner.
Die Stiftung sei auch aus Sicht des Wirtschaftsministeriums ein wichtiges Instrument in der rheinland-pfälzischen Förderlandschaft, so Wirtschaftsminister Hans-Artur Bauckhage. "Gerade innovative Kooperationsprojekte zwischen Wissenschaft und Wirtschaft tragen zur Entwicklung neuer, innovativer Produkte oder Verfahren bei, wodurch sie die Wettbewerbsfähigkeit der rheinland-pfälzischen Unternehmen maßgeblich stärken."
Der Wirtschaftsminister verwies zudem darauf, dass die Projekte häufig sogar der Ausgangspunkt für innovative Unternehmensgründungen seien. "Seit Beginn der Stiftungstätigkeit wurden aus Stiftungsprojekten heraus bislang 24 Unternehmen gegründet. Alleine durch diese Gründungen und ohne Berücksichtigung der Arbeitsplätze in Hochschulen, Forschungseinrichtungen und in kooperierenden Unternehmen sind 249 hoch qualifizierte Arbeitsplätze in zukunftsweisenden Technologiefeldern entstanden. In der meist schwierigen und Kapital intensiven Aufbauphase unterstützen wir die jungen Unternehmen mit zielgerichteten Förderinstrumenten", so Minister Bauckhage.
Von den 33 Projekten, die im vergangenen Jahr durch die Stiftung gefördert wurden, werden zehn an der TU Kaiserslautern realisiert. Mit jeweils sieben geförderten Projekten folgen die Johannes Gutenberg-Universität Mainz und die Forschungsinstitute des Landes. An den Universitäten Trier und Koblenz-Landau wurden jeweils zwei Projekte unterstützt. Die rheinland-pfälzischen Fachhochschulen sind mit drei Projekten vertreten.
Die Stiftung Rheinland-Pfalz für Innovation wurde 1991 durch das Land Rheinland-Pfalz gegründet und mit einem Stiftungsvermögen von rund 100 Millionen Euro ausgestattet. Die Förderschwerpunkte werden in Kooperation mit den Ministerien für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur sowie für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau festgelegt. Antragsberechtigt sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Forschungseinrichtungen und Unternehmen in Rheinland-Pfalz.
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