Duale Ausbildung

Thüringen startet Qualitätsinitiative für Berufsschulen

Die Thüringer Industrie- und Handelskammern, die Handwerkskammern und das Bildungsministerium starten gemeinsam eine Initiative zur Qualitätssteigerung an den Thüringer Berufsschulen. Thüringens Bildungsminister Helmut Holter: „Duale Ausbildung soll wieder attraktiver werden.“

14.08.2019 Thüringen Pressemeldung Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport
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Eine entsprechende Vereinbarung wurde heute für ihre jeweiligen Arbeitsgemeinschaften vom Präsidenten der Industrie- und Handelskammer Erfurt, Dieter Bauhaus, dem Präsidenten der Handwerkskammer Erfurt, Stefan Lobenstein, und Thüringens Bildungsminister Helmut Holter unterzeichnet. 

Durch die demografische Entwicklung und den wachsenden Wettbewerb zwischen dualer und akademischer Bildung sinkt seit Jahren der Zuspruch für den klassischen Weg der Berufsausbildung. Gemeinsames Ziel ist es, das System der dualen Ausbildung in Thüringen wieder zu stärken. 

Dazu erklärt Bildungsminister Holter: „Die duale Ausbildung bietet die optimale Verbindung von Theorie und Praxis. Allerdings können die vorhandenen Ausbildungsplätze trotz großer Anstrengungen der Wirtschaft oft nicht besetzt werden. Daher bedarf es zusätzlicher Maßnahmen, um die berufliche Bildung wieder attraktiver für junge Leute zu machen. Dafür müssen wir unter anderem die Berufsschulen stärken. Sie vermitteln das wichtige Grundwissen, um den praktischen Teil in den Betrieben zu unterstützen. Beides muss Hand in Hand gehen. Ich freue mich, dass wir dazu in Zukunft noch enger mit den Kammern zusammenarbeiten.“

„Die Thüringer Wirtschaftskammern sind durch das Berufsbildungsgesetz und die Handwerksordnung für die Qualität der Berufsausbildung zuständig. Im dualen System arbeiten die Betriebe und die Berufsschulen eng zusammen und sind von einer bestmöglichen Vermittlung der Kenntnisse abhängig. Daher liegen den Unternehmen aus Industrie und Handwerk die Berufsschulen mit ihren Angeboten besonders am Herzen. Umso wichtiger ist, das Land und Wirtschaftskammern nun den Arbeitsplan gemeinsam umsetzen und effektiv für die Thüringer Wirtschaft weiterentwickeln“, unterstreicht Dieter Bauhaus, Präsident der Industrie- und Handelskammer Erfurt, das Anliegen der Thüringer Industrie- und Handelskammern sowie der Handwerkskammern.

Zur Optimierung und Weiterentwicklung des bestehenden Systems enthält das gemeinsame Arbeitsprogramm sieben Handlungsschwerpunkte:

  1. Unterrichtsausfall vermeiden
  2. Praxisnähe des Lehrpersonals verbessern
  3. Steuerung des Berufsschulnetzes optimieren
  4. Digitalisierung der Berufsschulen vorantreiben
  5. Inklusion und Integration fördern und ermöglichen
  6. Eigenverantwortung stärken
  7. Qualitätsmanagement an berufsbildenden Schulen ausbauen

Um dies umzusetzen, wird eine Steuergruppe aus Vertreterinnen und Vertretern der Kammern, des Thüringer Bildungsministeriums und des Thüringer Instituts für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien erforderliche Maßnahmen ausarbeiten und den Prozess der Anpassung eng begleiten.


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