Ungebremste Nachfrage an den öffentlichen Teilzeit-Berufsschulen

Rund 371 500 Schülerinnen und Schüler besuchen im laufenden Schuljahr 2007/08 die öffentlichen beruflichen Schulen im Geschäftsbereich des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport. Gegenüber dem vergangenen Schuljahr stieg damit die Schülerzahl um gut 7 500 an. Die vorläufige Auswertung der amtlichen Schulstatistik durch das Statistische Landesamt ergab, dass vor allem an den beruflichen Teilzeit-Schulen, an denen der schulische Teil der Berufsausbildung in anerkannten Ausbildungsberufen erfolgt, die Schülerzahl deutlich um 7 500 auf nunmehr 205 300 zunahm.

02.01.2008 Baden-Württemberg Pressemeldung Statistisches Landesamt Baden-Württemberg

Diese Ergebnisse lassen vermuten, dass sich 2007 die Lage auf dem Ausbildungsstellenmarkt entspannt hat. Das Berufsvorbereitungsjahr (BVJ) hat im laufenden Schuljahr 2006/07 erneut einen deutlichen Rückgang um rund 5 500 auf nun 6 800 Teilnehmer zu verzeichnen. Eine Ursache hierfür ist die landesweit nahezu flächendeckende Einführung des Berufseinstiegsjahres (BEJ). Insgesamt nutzen rund 5 900 Schüler, die keinen Ausbildungsvertrag erhielten, diese Gelegenheit. Der Rückgang der Schülerzahl in den beiden berufsvorbereitenden Maßnahmen ist als weiteres Indiz für die Entspannung auf dem Lehrstellenmarkt zu sehen: Mit zusammen 12 700 Schülerinnen und Schülern nehmen über 600 weniger an diesen Bildungsgängen teil als noch im Vorjahr.

Die Schülerzahl an den beruflichen Schulen, die eine Vollzeitausbildung anbieten, liegt mit 166 300 auf dem Vorjahresniveau, je nach Schulart allerdings mit unterschiedlicher Tendenz. Die beruflichen Gymnasien erfreuen sich weiter einer hohen Nachfrage. Ihre Schülerzahl wuchs um gut 1 200 auf nun über 45 500 an. Dies ist vor allem auf den weiteren Ausbau des Profils "Technik und Management" an Technischen Gymnasien zurückzuführen. Während an den öffentlichen Berufskollegs des Landes die Schülerzahlen mit einem Plus von unter 1 Prozent nahezu stagnierten, sanken diese an den Berufsfachschulen (ohne BEJ) um gut 2 Prozent auf 52 100. Die Zahl der Weiterbildungswilligen, die eine Fachschule besuchen, wuchs um knapp 200 auf gut 11 500. An den Berufsoberschulen als Einrichtungen des Zweiten Bildungswegs streben mit über 2 000 jungen Erwachsenen etwa ebenso viele einen mittleren Abschluss oder die Hochschulreife an wie im Jahr zuvor.


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