Vom Pflegeberuf ins Pflegestudium – Wege und Möglichkeiten

Wer in der Pflege arbeitet, ist in einer vielseitigen, umfangreichen Branche zuhause. Neben der klassischen Ausbildung zum Pfleger gibt es auch die Möglichkeit, ein Studium zu absolvieren. Alles, was es über Studienangebote, Ablauf, Förderung und Perspektiven zu wissen gibt, erklären wir hier.

20.08.2021 Bundesweit Pressemeldung WBS Training AG
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In der Pflege zu arbeiten heißt, einem verantwortungsvollen Job nachzugehen. Was aber, wenn man irgendwann neue Perspektiven haben möchte? Mit der Ausbildung als Pflegerin in der Tasche, kann man vielseitige Karrieremöglichkeiten und Aufstiegschancen nutzen und weiterhin in der Pflegebranche arbeiten. Ob man sich gleich für ein Studium entscheidet oder zunächst eine Ausbildung absolviert um hinterher praktische Erfahrungen in der Branche sammeln zu können – viele Wege führen in die Pflege.

Diese Gründe sprechen für ein Pflegestudium
Indem man ein Pflegestudium aufnimmt, kann man einen wichtigen Beitrag dazu leisten, die Qualität der Ausbildung und das Ansehen der Pflegebranche zu steigern. Immerhin werden die Anforderungen an die Pflegenden immer höher. Gleichzeitig gewinnt die individuelle Versorgung von Patienten an Bedeutung. In einem Pflegestudium kann man lernen, wie man alte, kranke und behinderte Menschen am besten versorgen kann. Ob das Hinterfragen bestehender Standards in der Pflege oder die Klärung ethischer Fragen – mit einem fundierten Studium kann man in der Pflege einen wichtigen Beitrag leisten. Akademiker in der Pflegebranche sehen es als ihre Aufgabe an, wissenschaftliche Erkenntnisse in die Pflegearbeit zu integrieren. Dabei verfolgen sie das Ziel, das Pflegesystem zu verbessern und neuen Gegebenheiten anzupassen.

Vollzeit, dual oder berufsbegleitend? Diese Studienmodelle gibt es!

Vollzeitstudium:
Immer noch als klassisch gilt das Vollzeitstudium. Meistens wird dieses auch als Präsenzstudium bezeichnet. Schließlich wird davon ausgegangen, dass man sich seinem Studium zeitlich voll widmen und jederzeit Vorlesungen, Veranstaltungen und Seminare besuchen kann.

Duales Studium:
Ausbildung und Studium miteinander verknüpfen? Das geht mit dem dualen Studium. Während man die praktische Arbeit in einer Pflegeeinrichtung verrichtet, kann man parallel im Studium wichtige theoretische Grundlagen erwerben. Ein großer Vorteil dabei ist, dass sowohl wichtiges Fachwissen im Hochschulunterricht als auch praktische Erfahrungen bei der täglichen Arbeit gesammelt werden können. Nach dem Abschluss kann man sowohl eine Berufsausbildung als auch den Bachelor vorweisen.

Berufsbegleitend studieren:
Die meisten denken, dass sie ein Studium nicht mit ihrem aktuellen Beruf vereinbaren können. Doch es gibt immer mehr Angebote, das Studium in Teilzeit absolvieren zu können. Für die Studierenden hat dies den Vorteil, dass sie sich durch ihre Berufstätigkeit weiterhin ihren Lebensstandard sichern und parallel dazu im Studium neue Kenntnisse erwerben können.

Für all diejenigen, die bereits in der Pflege tätig sind und sich auf akademischem Niveau im Pflegemanagement weiterbilden wollen, bietet sich ein berufsbegleitendes Studium an. Viele Hochschulen bieten einem die Option, das Studium anstatt in Vollzeit berufsbegleitend durchzuführen. Je nach Hochschule kann es dabei unterschiedliche Zeitmodelle geben. Ob Abend- und Wochenstudium, Tagesstudium oder Blockstudium – wichtig ist, die Unterrichtszeiten mit der aktuellen Berufstätigkeit verbinden zu können.

In diesem Zusammenhang sollte man auch über ein Fernstudium nachdenken. Dieses Studienmodell ermöglicht ebenfalls eine Verknüpfung von aktuellem Beruf und Weiterbildung.

Ohne Abitur studieren – diese Optionen gibt es
Um ein Studium im Pflegebereich aufzunehmen, muss man nicht unbedingt die Hochschulreife in der Tasche haben. Es gibt drei Möglichkeiten, auch ohne Abitur im Gesundheitswesen zu studieren. Allerdings ist keine Hochschule dazu verpflichtet, Bewerber ohne Abitur zu berücksichtigen. Im Zweifel lohnt es sich, vorher bei der betreffenden Hochschule nachzufragen.

  1. Berufliche Aufstiegsfortbildung:
    Wer in einer beruflichen Aufstiegsfortbildung seinen Meister oder eine vergleichbare Qualifikation erworben hat, kann sich auch ohne Abitur für ein Studium entscheiden. Das vorherige Ablegen einer Zulassungsprüfung ist in der Regel nicht notwendig.
  2. Ausreichend Berufserfahrung:
    Um ohne Meistertitel oder hochqualifizierten Abschluss zum Studium zugelassen zu werden, kann auch eine ausreichende Berufserfahrung nachgewiesen werden. Als ausreichend gilt dabei eine mindestens zweijährige Berufsausbildung sowie eine mindestens dreijährige Berufserfahrung. Sowohl die Ausbildung selbst als auch die Berufserfahrung müssen aus dem Gesundheitsbereich stammen. Die Generalistische Ausbildung zur Pflegefachfrau kann also eine Möglichkeit sein, eine fundierte Ausbildung mit vielseitigen Jobperspektiven zu absolvieren.
  3. Auch Quereinsteiger sind in der Pflegebranche willkommen:
    Quereinsteiger haben ebenfalls die Möglichkeit, in der Pflege Fuß zu fassen. Grundvoraussetzung ist normalerweise eine abgeschlossene Ausbildung sowie einige Jahre Berufserfahrung. Weder die abgeschlossene Ausbildung noch die Berufserfahrung müssen im Pflegebereich stattgefunden haben. In diesem Fall ist eine Qualifizierung durch ein Probestudium oder individuelle Zulassungsprüfungen möglich.

Diese Studiengänge gibt es in der Pflege
Im Fachbereich Pflege hat sich in den vergangenen Jahren einiges getan. Zum Beispiel wurde mit der Reform der Pflegeausbildung ein universelles Berufsbild erschaffen, so dass der Ausbildungsabschluss EU-weit anerkannt ist. Auch in Sachen Studium gab es viele Verbesserungen. Mittlerweile kann man aus einer großen Auswahl an Studiengängen wählen. Zu den bekanntesten gehören

  • Pflegewissenschaft
  • Pflegemanagement
  • Pflegepädagogik
  • Advanced Nursing Practice
  • palliativpflege
  • Psychiatrische Pflege
  • Gerontologie

Damit steht es einem frei, nach erfolgreichem Studienabschluss etwa im Management von Krankenhäusern und Pflegeheimen zu arbeiten oder die Qualität der Pflege im Unternehmen zu sichern. Auch eine aktive Weiterentwicklung der Pflege ist möglich. Unabhängig vom Studiengang, wird man auf die Bereiche Gesundheits- und Pflegewissenschaft, medizinische Terminologie und wissenschaftliche Methoden stoßen.

So sehen die Perspektiven mit Studienabschluss aus
Es gibt sowohl Pflegestudiengänge, bei denen man sich auf ein recht klar definiertes Berufsfeld vorbereitet als auch Studiengänge, bei denen man von vielseitigen Berufsperspektiven profitieren kann. Dies ist beispielsweise bei einem Pflegemanagement-Studium oder einem Studium der Gesundwissenschaften der Fall. Potentielle Arbeitgeber sind je nach Fachrichtung Kliniken, Krankenhäuser und Praxen sowie Sozial- und Krankenversicherungen. Daneben kann man auch in der gesundheitlichen Unternehmens- oder Politikberatung arbeiten oder Karriere in der Forschung und Lehre machen.

Folgende Einsatzbereiche sind möglich:

  • Pflegedienstleitung
  • Stationsleitung
  • Wohnbereichsleitung
  • Pflegeberatung
  • Pflegepädagogik
  • Öffentliche Verwaltung
  • Forschung und Lehre an einer Universität

Woher bekommt man finanzielle Unterstützung?
Jedes Studium ist nicht nur mit einem zeitlichen, sondern auch mit einem finanziellen Aufwand verbunden. Wer die Studiengebühren und die Kosten für notwendige Prüfungsunterlagen nicht alleine aufbringen kann, hat die Möglichkeit, finanzielle Hilfe zu beantragen. Zu den Fördermöglichkeiten im Studium gehören zum Beispiel Bildungskredit, Studienkredit, BAföG oder Stipendium. Für alle Fördermöglichkeiten gilt, dass man diese beantragen bzw. sich dafür bewerben muss. Ansprechpartner für den Bildungskredit ist das Bundesverwaltungsamt, zur BAföG-Beantragung wendet man sich an das Bundesministerium für Bildung und Forschung. Um ein Stipendium zu erhalten, kann man sich etwa an die Friedrich-Ebert-Stiftung, die Konrad-Adenauer-Stiftung oder die Studienstiftung des deutschen Volkes wenden. Daneben gibt es auch das von Hochschulen vergebene Deutschlandstipendium und Angebote kleinerer Stiftungen.

Ansprechpartner

WBS TRAINING AG
Lorenzweg 5
12099 Berlin
Telefon: 080023552350461
Web: https://www.wbstraining.de/beratungstermin-vereinbaren/


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