Ziegler und Rupprecht starten neuen INNOPUNKT-Wettbewerb

Jugendliche sollen durch eine engere Zusammenarbeit von Schule und Wirtschaft stärker bei der Berufswahl unterstützt werden. Zugleich will die Landesregierung mit einer neuen INNOPUNKT-Förderung dafür sorgen, dass bei der Berufswahl mehr als bisher individuelle Voraussetzungen und gesellschaftliche Erfordernisse zum Tragen kommen. Arbeitsministerin Dagmar Ziegler und Bildungsminister Holger Rupprecht starteten dazu am Mittwoch den gemeinsam mit der Regionaldi-rektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit organisierten INNO-PUNKT-Wettbewerb "Systematische Arbeitswelt- und Berufsorientierung - Schnittstellen und Übergangsmanagement an der ersten Schwelle".

06.07.2006 Brandenburg Pressemeldung Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg

Nicht erst die Erfahrungen der vergangenen Jahre hätten deutlich gemacht, dass es viele Schülerinnen und Schüler gibt, die Schwierigkeiten beim Übergang von der allgemeinbildenden Schule in berufliche Ausbildung und in die Arbeitswelt haben. Selten zuvor sei der Arbeitsmarkt einem so raschen Wandel unterzogen gewesen. Hier setze die neue innovative Schwerpunktförderung (INNOPUNKT) an. Vieles was vor Jahren noch als viel versprechender Beruf galt, habe heute seine Zukunft schon hinter sich. Andererseits suchten Betriebe Fachleute, von deren Ausbildung Jugendliche noch nichts gehört hätten, zeigten Ziegler und Rupprecht das Problem auf.

Arbeitsministerin Ziegler hob hervor: "Potenziale auf dem Ausbildungsmarkt dürfen nicht ungenutzt bleiben - weder auf Seiten der Schulen noch auf Seiten der Wirtschaft." Bildungsminister Rupprecht betonte: "Deshalb sind Strategien erforderlich, die Schülerinnen und Schüler rechtzeitig informieren, welche beruflichen Perspektiven für sie interessant sein und in Frage kommen könnten." Die stellvertretende Geschäftsführerin der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg, Margit Haupt-Koopmann unterstrich: "Die Regionaldirektion unterstützt deshalb die Landeskampagne, damit neue und innovative Ideen erprobt werden, die über den Projektzeitraum hinaus Anwendung finden."

Mit Hilfe der INNOPUNKT-Förderung soll die Zusammenarbeit von Schule und Wirtschaft in den Regionen verbessert werden. Ziegler und Rupprecht erwarten außerdem, dass gemeinsam von allgemeinbildenden und beruflichen Schulen Modelle und gute Beispiele entwickelt werden die dazu beitragen, dass Schülerinnen und Schüler klarere Vorstellungen von ihrer zukünftigen beruflichen Ausbildung und dem betrieblichen Alltag haben. Damit wird auch ein Beitrag geleistet, die Berufsorientierung in den Schulen der Sekundarstufe I weiter zu entwickeln, die Ausbildungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler zu verbessern und allen Schülerinnen und Schülern einen qualifizierten Schulabschluss zu ermöglichen.

Ab sofort können Ideen und Konzepte bei der LASA Brandenburg GmbH eingereicht werden. Für die Wettbewerbssieger stehen insgesamt zwei Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Landes zur Verfügung. Start der Projekte, die über zwei Jahre laufen werden, soll im Januar 2007 sein.

Hinweis: Bis zum 8. September 2006 können Projektideen unter dem Kennwort INNO-PUNKT 18" eingereicht werden bei der LASA Brandenburg GmbH, Wetzlarerstr. 54, 14482 Potsdam. Ansprechpartnerin ist Frau Heydebreck, Tel: (0331) 6002-200, Fax: (0331) 6002-400. Detaillierte Informationen und der Ausschreibungstext sind unter www.innopunkt.de abrufbar.


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