58 Prozent aller Kinder arbeiten zu Hause am Computer für die Schule
(red/pm) Rund drei von fünf Kindern zwischen sechs und 13 Jahren arbeiten zu Hause am PC für die Schule. Davon nutzen vier Prozent den Computer (fast) jeden Tag, um Inhalte für die Schule vor- oder nachzubereiten. 30 Prozent "arbeiten" mindestens einmal pro Woche am PC für die Schule und 24 Prozent tun dies seltener.
21.02.2013 ArtikelDabei spielt auch das Internet eine wichtige Rolle: 80 Prozent der Kinder, die den PC (zu Hause) für die Schule nutzen, suchen mindestens einmal pro Woche im Internet nach Informationen. 70 Prozent schreiben regelmäßig für die Schule Texte am PC und 60 Prozent nutzen ein spezifisches Lernprogramm. Dies sind erste Ergebnisse der aktuellen KIM-Studie 2012 (Kinder + Medien, Computer + Internet) des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest (mpfs).
Fragt man die Haupterzieher der Sechs- bis 13-Jährigen ganz allgemein danach, welche Medien wichtig für den Schulerfolg von Kindern sind, nennt über die Hälfte der Eltern den Computer (51 Prozent). Allein das "klassische Medium" Buch kann bei dieser Frage noch mehr Stimmen auf sich vereinen (68 Prozent aller Haupterzieher). Bei der Vermittlung von Medienkompetenz sehen die Eltern auch die Schule in der Pflicht: 73 Prozent aller Haupterzieher meinen, dass Kinder den Umgang mit PC und Internet in der Schule lernen sollten. Doch auch die eigene Verantwortung wird von vielen betont, 67 Prozent denken, Kinder sollten den Umgang mit Computer und Internet von den Eltern gezeigt bekommen.
Die Studienreihe KIM wird vom Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest (mpfs) seit 1999 durchführt. Die repräsentative Studie bildet das Medienverhalten der Sechs- bis 13-Jährigen in Deutschland ab. Für die KIM-Studie 2012 wurden rund 1.200 Kinder und deren Haupterzieher im Frühsommer 2012 zu ihrem Mediennutzungsverhalten befragt. Der mpfs präsentiert sich noch bis zum 23.02.2013 auf der didacta, Europas größter Bildungsmesse, in Köln (Halle 6.1, Stand Nr. E68).
Der komplette Studienbericht zur KIM-Studie 2012 erscheint voraussichtlich Ende März 2013.
Der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest ist eine Kooperation der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK) und der Landeszentrale für Medien und Kommunikation Rheinland-Pfalz (LMK). Die Durchführung der Studie erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Südwestrundfunk (SWR).
Präsentation der Studie (PDF)
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