Beispielhafte Projekte zur Vorbeugung von Verkehrsunfällen ausgezeichnet

In Mainz wurde heute zum zweiten Mal nach 2005 der mit insgesamt 4.000 Euro dotierte Verkehrssicherheitspreis vergeben. Mit ihm zeichnet das "Forum Verkehrssicherheit" nachahmenswerte und innovative Projekte zur Vorbeugung von Unfällen im Straßenverkehr aus.

23.02.2007 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-Pfalz

Dem "Forum Verkehrssicherheit" gehören Institutionen an, die in der Verkehrssicherheitsarbeit engagiert sind, unter anderem Polizeipräsidien, die Landesverkehrswacht, die Unfallkasse Rheinland-Pfalz, die Fahrlehrerverbände, der ADAC, der TÜV und die zuständigen Landesministerien.

"Verkehrssicherheitsarbeit ist eine wichtige präventive Aufgabe. Um sie erfolgreich leisten zu können, bedarf es des effektiven Zusammenwirkens der damit befassten Einrichtungen. Es bedarf aber auch des Einsatzes und des Ideenreichtums von Menschen. Genau dies zeichnet unsere Preisträger aus", sagte Michael Ebling, Staatssekretär im Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, der die Preise verlieh.

Den Verkehrssicherheitspreis teilen sich in diesem Jahr die Polizeitautobahnstation Gau-Bickelheim des Polizeipräsidiums Mainz und die Verkehrswacht der Stadt Pirmasens und des Landkreises Südwestpfalz. Eine mit Fachleuten besetzte Jury entschied sich für sie unter insgesamt 14 Bewerbungen. Die beiden Preisträger erhalten jeweils 2.000 Euro.

Die Polizeitautobahnstation Gau-Bickelheim wurde für ihr Projekt "Anschnallen, warum?" ausgezeichnet. Es orientiert sich an der häufigen Ursache schwerer Verkehrsunfälle - dem Fahren ohne Sicherheitsgurt - und soll dazu beitragen, die Gurtanlegequote zu erhöhen. Dabei werden aussagekräftige, mitunter auch provozierend wirkende Unfallbilder aus der Region als Poster an den Rastanlagen und Autohöfen ausgehängt. Flankiert wird diese bewusstseinsbildende Aktion von Informationsveranstaltungen der Polizei, bei denen auch Unfallfahrzeuge ausgestellt werden.

"Diese gleichermaßen Kopf und Bauch ansprechende Maßnahme mit lokalem Bezug auf der wichtigsten Nord-Süd-Verbindung in Rheinland-Pfalz trägt dazu bei, die Verkehrsteilnehmerinnen und –teilnehmer für die lebensrettende Wirkung des Sicherheitsgurts im Falle eines Unfalls zu sensibilisieren", sagte Ebling. Er wünschte sich, dass diese Initiative an anderen Orten übernommen wird.

Die Verkehrswacht der Stadt Pirmasens und des Landkreises Südwestpfalz erhielt den Preis für ihre Aktion "Junge Fahrer". Diese fand erstmals im Jahr 2003 statt und ist inzwischen als jährliche Verkehrssicherheitstage an den dortigen Gymnasien und Berufsschulen institutionalisiert.

Mit diesem Projekt, das die Verkehrswacht mit zahlreichen Partnern – unter anderem der Polizei, der Feuerwehr, dem DRK, der Staatsanwaltschaft und dem TÜV – durchführt, werden Schülerinnen und Schüler der 12. Klassen für die Gefahren des Autofahrens sensibilisiert, um das Unfallrisiko von Fahranfängerinnen und –anfängern zu vermindern.

"Junge Fahrerinnen und Fahrer tragen als Gruppe das höchste Risiko, im Straßenverkehr zu verunglücken. Sie sind also eine ganz wichtige Zielgruppe bei der Vorbeugung von Unfällen im Straßenverkehr", kommentierte der Staatssekretär.

Einen undotierten Sonderpreis erhielt die Kinderunfallkommission Kaiserslautern (KUK) für die Vernetzung der Verkehrssicherheitsarbeit auf örtlicher Ebene mit dem Ziel, den Straßenverkehr in Kaiserslautern für Kinder sicherer zu gestalten. Die KUK wurde im Jahr 2002 auf Initiative der Polizeidirektion Kaiserslautern gegründet. Ihr gehören neben der Polizei die Stadtverwaltung, Verbände und Vereinigungen sowie das Institut für Mobilität & Verkehr an der TU Kaiserslautern an.

"Kinder sind unsere Zukunft. Dieses Projekt steht in bester Weise für die Anliegen unserer Initiative Kinderfreundliches Rheinland-Pfalz", meinte Ebling dazu.

Er kündigte an, dass das "Forum Verkehrssicherheit" in diesem Jahr erneut den Verkehrssicherheitspreis ausschreiben werde.


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden