Berliner Lateinautor Andreas Fritsch erhält Verdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland

Professor Andreas Fritsch hat das Verdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland erhalten. Der Latein-Autor des Oldenbourg Schulbuchverlages wurde für seine außerordentlichen Verdienste um die lateinische Sprache und Literatur und ihre Didaktik geehrt: "Mit seiner erfolgreichen Tätigkeit hat sich Professor Fritsch bleibende Verdienste um den altsprachlichen Unterricht in Deutschland, seine lebendige Verankerung in der Gesellschaft und um die Lehrerbildung insgesamt erworben.", konstatierte Dr. Knut Nevermann, Staatssekretär für Wissenschaft der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft Berlin. Mit vollem Recht dürfe er daher als überzeugter und begeisternder Lehrerbildner bezeichnet werden. Fritsch sei ein echter Lateinliebhaber, der Latein nicht als Spezialfach verstanden wissen will, sondern als "Schlüsselfach der europäischen Tradition" – von der Antike bis in die Gegenwart.

09.12.2013 Pressemeldung Oldenbourg Schulbuchverlag

Andreas Fritsch, 1941 in Guhrau/Schlesien geboren, lebt seit 1946 in Berlin und ist Autor von über 40 Schulbüchern der Reihe CURSUS, dem Standardlehrwerk für Latein in Deutschland. Seit Anfang der 90er Jahre haben Millionen von Schülerinnen und Schülern mit seinen Lehrwerkskonzepten die lateinische Sprache erlernt.

Nevermann würdigte besonders seine "Arbeiten zur Geschichte des Lateinunterrichts, die nach wie vor unersetzliche Grundlagenforschung darstellen und jenseits aller didaktischen Moden von bleibendem Wert sind." Ein weiterer zentraler Schwerpunkt seiner Vita sei das gesprochene Latein, zu dessen profiliertesten internationalen Vertretern Fritsch ohne jeden Zweifel gehöre, so Nevermann weiter. Die Auszeichnung wurde am 2. Dezember 2013 vom Staatssekretär für Wissenschaft der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft Berlin vorgenommen. Der Verdienstorden ist die einzige allgemeine Verdienstauszeichnung und damit die höchste Anerkennung, die die Bundesrepublik für Verdienste um das Gemeinwohl ausspricht.

Weitere Informationen zum Latein-Lehrwerkskonzept unter: www.oldenbourg.de/osv/cursus

Zur Person: Erfolgsautor Andreas Fritsch machte 1960 Abitur am bekannten Canisius-Kolleg. Bereits zu Schulzeiten zeichnete sich seine spätere Profession ab: Fritschs Lateinlehrer in der Oberstufe war Johannes Götte, ein bedeutender Vergilforscher, der den gesamten Vergil übersetzt hat. Nach dem Studium in Berlin und Münster folgte ein Ergänzungsstudium der Erziehungswissenschaft an der Freien Universität Berlin. Ab Mitte der 60er Jahre war er als Lehrer in Berlin-Spandau tätig und spezialisierte sich sehr früh auf sein Lieblingsfach.

1972 wurde er zum Professor für Lateinische Sprache und Literatur und ihre Didaktik an der Pädagogischen Hochschule ernannt und lehrte seit 1980 an der Freien Universität Berlin. Von 2001 bis 2006 lehrte er bis zu seiner Emeritierung im Rahmen einer Kooperation auch an der Humboldt-Universität zu Berlin. Neben der universitären Tätigkeit unterrichtete er stundenweise Latein an verschiedenen Grundschulen und Gymnasien in Schöneberg, Steglitz und Zehlendorf. Hier entwickelte sich eine enge Verbindung zwischen Studium und Unterrichtspraxis, es kam zu zahlreichen Kontakten mit den Schulen in den meisten Berliner Bezirken. Dabei hat er sich intensiv für den aktiven Gebrauch des Lateinischen innerhalb und außerhalb der Schule eingesetzt. Zugleich engagierte er sich über sein Fachgebiet hinaus stets für eine wissenschaftlich fundierte Lehrerbildung: seit 1991 als ehrenamtlicher Schriftleiter des Mitteilungsblattes des Deutschen Altphilologenverbandes (seit 1997 Forum Classicum).

Ansprechpartner

Nico Enger
Oldenbourg:bsv
c/o Cornelsen Verlag GmbH
Mecklenburgische Str. 53
14197 Berlin
Telefon: 030/89785-591
Fax: 030/89785-97591
E-Mail: nico.enger@cornelsen.de
Web: http://www.oldenbourg.de/osv/


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