Bildungspolitik muss in Fahrt kommen
71 Prozent der Wahlberechtigten in NRW haben ihre Wahlentscheidung in einen kausalen Zusammenhang mit der Bildungspolitik gestellt. Das geht aus der Wahlanalyse der CDU-nahen Konrad Adenauer-Stiftung hervor. 71% wollten mit ihrer Stimme dazu beitragen, "dass es in NRW ein gutes und funktionierendes Schulsystem gibt." Die Konrad-Adenauer-Stiftung kommt zu dem Schluss, dass das Thema Bildung "der Shooting-Star bei den letzten Landtagswahlen" war.
14.06.2010 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband NRW"Dieser Auftrag an die Parteien ist eindeutig", kommentiert der VBE-Vorsitzende Udo Beckmann diese Analyse. Der VBE appelliert deshalb an alle im Landtag vertretenen Parteien, Veränderungen beherzt anzugehen. Die Bildungspolitik muss jetzt in Fahrt kommen. Alle Parteien müssen sich bewegen und zu einem Konsens finden, der mehr als eine Legislaturperiode überdauert. Die Zukunft gehört dem längeren gemeinsamen Lernen. Das muss gesetzlich verankert werden."
Eltern, Lehrer und Schüler in NRW wollen wissen, wie es in der Schulpolitik in NRW weitergeht. Viele Schulträger wollen endlich die Möglichkeit haben, ein zukunftsfähiges, am Bedarf orientiertes Schulangebot schaffen zu können.
Beckmann abschließend: "Ich sehe mit großer Sorge, wie beispielsweise der Realschullehrerverband NRW seinen Widerstand gegen die Weiterentwicklung unseres Schulsystems in Militärsprache formuliert und versucht, einen "Schulkrieg" herbeizureden. Das ist verantwortungslos. Es ist höchste Zeit für konstruktive Gespräche und einen parteiübergreifenden Konsens. Das ist in Bremen gelungen, warum sollte es in NRW nicht möglich sein?"
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