Urheberrecht

Börsenverein: Thesen des Kulturstaatsministers zu ,Kultur und Digitalisierung´ sind enorm wichtiger Vorstoß

Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels begrüßt die zwölf Thesen zu "Kultur und Digitalisierung" außerordentlich, die Kulturstaatsminister Bernd Neumann heute vorgestellt hat.

26.11.2010 Pressemeldung Börsenverein des Deutschen Buchhandels

"Im staatspolitischen Sinn ist dieses Thesenpapier ein enorm wichtiger Vorstoß", sagt Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins. "Es stellt das Kulturgut und den kulturellen Schaffensprozess in den Mittelpunkt und macht deutlich, dass die künftige Ausgestaltung des Urheberrechts unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten, aber auch kulturpolitisch von großer Bedeutung ist." Damit bleibe der Urheber der Ausgangspunkt des Urheberrechts, und Kultur und Kulturschaffende würden vor einer einseitigen Nutzerorientierung des Internets geschützt. "Wir hoffen, dass diese grundsätzliche kulturelle Standortbestimmung auch auf europäischer Ebene ein wichtiger Bestandteil aller weiteren Überlegungen zum Urheberrecht sein wird", so Skipis, "und fordern die Bundesregierung auf, diese zwölf Thesen in ein Gesamtkonzept für den Umgang mit Urheberrecht im Internet einfließen zu lassen."

Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels ist die Interessenvertretung der deutschen Verleger, Buchhändler, Zwischenbuchhändler und Antiquare gegenüber der Politik und der Öffentlichkeit. Gegründet wurde er 1825 als "Börsenverein der Deutschen Buchhändler zu Leipzig". Seit dieser Zeit trägt er zum Erhalt und Ausbau der Literaturvielfalt bei. Im Zentrum seiner Arbeit steht das Engagement für den Erhalt der Buchpreisbindung und für ein faires Urheberrecht. Der Kultur- und Wirtschaftsverband veranstaltet die Frankfurter Buchmesse, vergibt den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels und den Deutschen Buchpreis und engagiert sich in der Leseförderung. Organisiert sind im Börsenverein rund 5.700 Mitglieder.


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