Bildungsmedien

Cornelsen kündigt das Schulbuch der Zukunft an

(red). Unter dem Stichwort "digitale Strategie" hat jetzt Dr. Alexander Bob, Chef der Cornelsen-Holding und seit kurzem auch Geschäftsführer im operativen Schulbuchgeschäft der Gruppe, gegenüber [boersenblatt.net](http://www.boersenblatt.net/601169/) zur aktuellen Verlagsentwicklung Stellung bezogen.

22.03.2013 Artikel

Nachdem man über Monate die Prozesse in den zusammengeführten Verlagen der Gruppe erfasst und bewertet habe, sei man jetzt in der Lage, die Produktion gedruckter Schulbücher effektiver zu gestalten, indem man den Workflow straffe und Abläufe besser organisiere - verbunden mit einer deutlichen Schrumpfung des Personalbestands und "hohen IT-Investitionen", so Bob.

Gleichzeitig bereite sich der Verlag vor auf die wachsende Digitalisierung von Bildungsmedien inner- und außerhalb des Unterrichts. Man habe den Markt 15 Jahre lang mit zahlreichen digitalen Einzelwerken angetestet und sehe jetzt den Zeitpunkt für eine umfassende digitale Strategie gekommen. Dieser Strategie würden die Mittel zugeführt, die durch die genannte Rekonstruktion der Gruppe und die Veräußerungen einzelner Verlagsbereiche frei gewordenen seien. Das, so Bob, schaffe neue Stellen, die mit IT-Fachkräften und digitalen Produktmanagern besetzt werden sollten.

Mit der ausnahmslosen Digitalisierung der Produktion und dem konsequenten Aufbau eines digitalen Lehr- und Lernmittelsegments sieht Bob die Voraussetzungen gegeben, auch in Zukunft "Marktführer im schulischen Bereich" bleiben zu können. Man wolle auch in einem schrumpfenden Markt weitere Marktanteile erobern und sei sich sicher, dass das Schulbuch der Zukunft von Cornelsen komme.

Als jüngste digitale Entwicklung des Verlags wurde auf der didacta 2013 in Köln der Digitale Unterrichtsmanager vorgestellt, ein Modul, das primär die Lehrenden entlastet und ihre tragende Rolle im Lernprozess unterstützt.


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