"Das ist Geschichtsunterricht pur im Kino"

In Erfurt und anderen Thüringer Städten wird morgen, Donnerstag, erneut der soeben mit einem Oscar ausgezeichnete Film "Das Leben der Anderen" in die Kinos kommen. Allein in Deutschland sahen Florian Henckel von Donnersmarcks Stasi-Drama bisher fast zwei Millionen Zuschauer.

28.02.2007 Thüringen Pressemeldung Thüringer Kultusministerium

Thüringens Kultusminister Prof. Dr. Jens Goebel (CDU) sieht in dem 33-jährigen Regisseur ein Beispiel dafür, wie Begabung, ehrgeiziges Studium und zielgerichtete Filmförderung schon in jungen Jahren zu großem Erfolg führen können. Von Donnersmarck sei es gelungen, eines der düstersten Kapitel DDR-Geschichte künstlerisch darzustellen und auch von denen verstanden zu werden, die keine eigenen Diktaturerfahrungen haben.

Der Kultusminister empfiehlt den Thüringer Schülerinnen und Schülern: "Das ist emotional bewegender Geschichtsunterricht im Kino. Nachdrücklicher als in diesem Film lässt sich das Innenleben eines Überwachungsstaates nicht auf die Leinwand bringen. Auch wer das damals nicht bewusst erlebt hat und wenig über jüngste deutsche Geschichte weiß, kann hier ohne ostalgische Untertöne nachempfinden, wie und warum sich die innere Abkehr von einem Herrschaftssystem vollzieht. Beeindruckend sind die Schauspielerleistungen."

"Das Leben der Anderen" war im März 2006 in den Kinos angelaufen. Das Thema und den zeithistorischen Hintergrund des Filmes (1984) behandeln die Thüringer Lehrpläne im Geschichtsunterricht der Klassenstufe 10 in den Regelschulen und Gymnasien ("Anpassung und Widerstand") und im Sozialkundeunterricht der Klassenstufe 10 ("Gesellschaft im Wandel") sowie in Medienkunde, fächerübergreifend auch in Deutsch und Ethik.


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