Literaturarchiv

Der Bund ermöglicht dem Deutschen Literaturarchiv Marbach den Erwerb des Insel-Verlagsarchivs

Kulturstaatsminister Neumann hat am heutigen Mittwoch mitgeteilt, dass sich der Bund mit einer Million Euro aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) am Erwerb des historischen Archivs des Insel-Verlags für das Deutsche Literaturarchiv Marbach (DLA) beteiligen wird. Bernd Neumann erklärte dazu:

19.05.2010 Pressemeldung Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

"Mit dem Archiv eines der bedeutendsten deutschen Literaturverlage gelangt ein großer Schatz in das Deutsche Literaturarchiv. Mit den Archivbeständen schließt das DLA eine weitere Lücke. Sie werden in Marbach der deutschen und internationalen Germanistik eine wichtige Quelle für die Erforschung des literarischen Lebens in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts sein."

Mit den Bundesmitteln wird das Deutsche Literaturarchiv Marbach in die Lage versetzt, die entsprechenden Kaufverträge mit dem Eigentümer Suhrkamp-Verlag zu unterzeichnen. Das Archiv befindet sich bereits seit Ende Dezember 2009 als Leihgabe in Marbach.

Das Insel-Verlagsarchiv gehört zum literarischen Kulturerbe Deutschlands. Der im Jahr 1901 in Leipzig gegründete Verlag avancierte am Beginn des 20. Jahrhunderts zu einem der führenden Verlagshäuser Deutschlands. Neben Johann Wolfgang von Goethe wurde Rainer Maria Rilke zum wichtigsten Autor des Hauses. Das Archiv enthält in 300 Archivkästen u.a. die Autorenkorrespondenz des Verlags mit Hugo von Hofmannsthal (229 Briefe, 125 Karten, 102 Telegramme), Rainer Maria Rilke (240 Briefe, 30 Telegramme, zahlreiche Fotos) und Stefan Zweig (846 Briefe, 242 Karten, 36 Telegramme). Die kulturhistorisch bedeutenden Dokumente des Archivs werden im DLA Marbach erschlossen und der Forschung zur Verfügung gestellt. In Ausstellungen wird das wissenschaftlich wertvolle Material der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Weitere Informationen unter: www.dla-marbach.de


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden