Bildungsmesse

didacta 2011 – Kultusministerin Schick eröffnet forum bildung

Kultusministerin Marion Schick hat am heutigen Dienstag (22. Februar) zum Auftakt der Bildungsmesse didacta das "forum bildung" eröffnet. Anlässlich der Eröffnung der größten deutschen Bildungsmesse hob die Ministerin die Bedeutung von bundesweit einheitlichen Bildungsstandards für das deutsche Bildungssystem hervor:

22.02.2011 Pressemeldung Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg

"Bildungsstandards sind das zentrale Instrument, mit dem wir die Qualität von Schule und Unterricht systematisch weiterentwickeln können und das unser föderales Bildungssystem auf eine klar definierte und vergleichbare Grundlage stellt. Bildungsstandards ermöglichen föderale Pluralität und hohe Qualität. Die Bundesländer müssen in einen fruchtbaren Wettbewerb der Ideen zur Umsetzung der Standards treten. Dies wird einen dynamischen Prozess auslösen, der die Qualität der Schulen und nicht zuletzt die Zukunftschancen unserer Kinder und Jugendlichen nachhaltig verbessern wird." Kultusministerin Marion Schick forderte von allen Bundesländern eine zügige und konsequente Umsetzung der bereits vereinbarten Standards für den Primarbereich sowie für die Sekundarstufe I. Darüber hinaus müssten Standards für das Abitur, die momentan erarbeitet werden, so schnell wie möglich von der Kultusministerkonferenz verabschiedet werden.

In ihrem Eröffnungsvortrag "Alle Wege stehen offen" ging die Ministerin auf das differenzierte Schulsystem Baden-Württembergs und die Herausforderungen der Zukunft ein. In Baden-Württemberg gilt das Prinzip "Kein Abschluss ohne Anschluss". Das Bildungsangebot ist durchlässig strukturiert und an die spezifischen Entwicklungsphasen der einzelnen Kinder angepasst, um das jeweilige Potenzial zu fördern. Entscheidend ist, dass jeder erreichte Abschluss den Weg zu neuen schulischen Zielen eröffnet. Jede weiterführende Schule ermöglicht den mittleren Bildungsabschluss. Darauf aufbauend ergeben sich vielfältige Chancen zum Erwerb der Hochschulreife. Neben den allgemein bildenden Schulen bieten die beruflichen Schulen mit ihrem breit gefächerten Angebot vielseitige Wege zum Abitur oder in die berufliche Zukunft. In Baden-Württemberg erlangt die Hälfte aller Schülerinnen und Schüler ihre Hochschulzugangsberechtigung über die Haupt- und Werkrealschulen, die Realschulen und die beruflichen Schulen.

"Das baden-württembergische Schulsystem ist keine Einbahnstraße. Vom Kindergarten bis zur weiterführenden Schule steht die intensive individuelle Förderung der Kinder und Jugendlichen im Zentrum aller pädagogischen Konzepte. Auch ohne eine Gymnasialempfehlung stehen den Kindern bei uns alle Türen und Wege offen", sagte Schick. Die zentralen Herausforderungen für die Zukunft beschreibt die Ministerin: "Wir müssen die Leistungsfähigkeit unseres differenzierten Bildungswesens weiterhin sicherstellen und Bildungserfolg noch stärker von der Herkunft entkoppeln." Der hierzu von Kultusministerin Schick einberufene Expertenrat "Herkunft und Bildungserfolg" wird in Kürze seine Handlungsempfehlungen vorstellen und der Landesregierung übergeben.

Hinweis

Das "forum bildung" ist das Debattenforum der didacta. An allen Messetagen bietet die Veranstaltungsreihe Vorträge und Diskussionen zu aktuellen bildungspolitischen Themen. Dazu werden Referentinnen und Referenten mit Expertise und Prominenz aus Politik, Wissenschaft, Kultur und Unterrichtspraxis sprechen.


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