Freistaat will Mittel für Kulturförderung weiter aufstocken

Sachsen ist im Bereich Kultur Spitze. Das belegt die heute vorgestellte Gemeinschaftsveröffentlichung der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder "Kulturindikatoren auf einen Blick – Ein Ländervergleich". So verzeichnete Sachsen mit 155,40 Euro je Einwohner die höchsten öffentlichen Kulturausgaben (Bezugsjahr 2005) und erreichte die Spitzenposition im Länderranking (665,5 Millionen Euro pro Jahr). Spitze war der Freistaat auch bei der Belegung künstlerischer Fächer an Gymnasien und stand hinsichtlich des Anteils von Hochschulabsolventen in den Fächern Kunst und Kunstwissenschaft neben Berlin, Bremen und Hamburg an der Spitze. Gut schnitt Sachsen aber ebenso bei den Besuchen von Bibliotheken, Museen und Theatern ab.

29.07.2008 Sachsen Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus

Auch in Zukunft investiert Sachsen in die Kultur: Der Freistaat will die Mittel für die Kulturförderung weiter aufstocken. Darüber informierte Sachsens Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Dr. Eva-Maria Stange. Demnach würde – vorbehaltlich des Beschlusses durch den Landtag - mit dem neuen Doppelhaushalt in den Jahren 2009 und 2010 der Etat für die allgemeine Kunst- und Kulturförderung um jährlich 180.000 Euro auf 6,7 Millionen Euro erhöht. Damit könnten beispielsweise das Internationale Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm (DOK Film Leipzig) jährlich 50.000 Euro, der "Schlingel", das Internationale Filmfestival für Kinder und junges Publikum 25.000 Euro pro Jahr sowie die Dresdner Musikfestspiele jährlich 100.000 Euro mehr bekommen. Hinzu komme die Förderung der Kulturräume mit jährlich 86,7 Millionen Euro und somit eine gesetzlich solide Basis für die nächsten Jahre.

Für Sachsens "Leuchttürme" wie die Sächsische Staatsoper, das Staatsschauspiel und Landesbühnen Sachsen, sieht der neue Doppelhaushalt für 2009 etwa sechs Millionen und 2010 etwa elf Millionen Euro mehr vor. Damit sei die vom Kabinett beschlossene Konsolidierung der drei staatlichen Bühnen im Doppelhaushalt festgeschrieben. Der Zuschuss für die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, die ab 2009 als Staatsbetrieb geführt würden, solle 2009 um 8,5 Millionen Euro und 2010 um 3,7 Millionen Euro über dem Vergleichszuschuss des Jahres 2008 liegen.


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