Nordrhein-Westfalen

In noch bessere Bildung investieren!

Die GEW begrüßt den von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft heute in ihrer Regierungserklärung vorgegebenen Kurs der Landesregierung, in noch bessere Bildung zu investieren. Die GEW hält es aber für erforderlich, über das Jahr 2015 hinaus die Demografierendite für wirkliche qualitative Verbesserungen in den Schulen zu nutzen. Kraft hatte angekündigt, durch den demografischen Wandel freiwerdende Ressourcen sollen als Zukunftsinvestitionen im Bildungssystem gebunden bleiben. Demnach blieben 8000 Lehrerstellen zwischen 2012 und 2015 erhalten.

12.09.2012 Pressemeldung GEW Nordrhein-Westfalen

"Das Signal der Ministerpräsidentin, für Zukunftssicherung und Armutsvorbeugung mehr in die Bildung zu investieren, ist die richtige Antwort auf die gestern veröffentlichte OECD-Studie. In puncto Bildungsgerechtigkeit und Verwirklichung von Bildungschancen gibt es wie bei der Inklusion in den nächsten Jahren noch viel zu tun", erklärte GEW-Landesvorsitzende Dorothea Schäfer als Reaktion auf die Regierungserklärung.

"Wenn die Ministerpräsidentin sich für ein ´solides Bildungsfundament´ und für einen schrittweisen Ausbau der Inklusion ausspricht", so Schäfer, "ist das nur machbar, wenn auch über 2015 hinaus alle frei werdenden Lehrerstellen dafür verwendet werden."

Im Bereich frühkindlichen Bildung sei trotz enormer Anstrengungen der Ausbaustand noch nicht zufriedenstellend. Die GEW wolle sich pragmatischen Lösungen nicht verschließen. Schäfers Bedingung: "Bei der Aufholjagd um U3-Plätze darf an den Personalstandards nicht gerüttelt werden."

Sehr zufrieden zeigte sich die GEW-Vorsitzende mit der Ankündigung Krafts, mit einem neuen Hochschulzukunftsgesetz das Prinzip "Gute Arbeit" an den Universitäten und Fachhochschulen umzusetzen, Demokratie und Mitbestimmung zu stärken und als wichtigster Finanzier landesseitig wieder stärker Einfluss auf die Hochschulen zu nehmen. "Auf diesem Feld", so Schäfer, "haben wir in den letzten Monaten intensive Gespräche mit der Landesregierung geführt, um Fehlentwicklungen für die Beschäftigten zu korrigieren."


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