Internetauftritt für Gedenkstätte "Neue Bremm"

"Die Erinnerung an die schrecklichen Geschehnisse im Gestapo-Lager Neue Bremm auch mit modernen, digitalen Medien wachzuhalten, das sind wir den Opfern des ehemaligen Polizeilagers Neue Bremm schuldig!" Mit diesen Worten stellte Frau Dr. Susanne Reichrath, Staatssekretärin im Ministerium für Bildung, Familie, Frauen und Kultur, den neuen Internetauftritt der Gedenkstätte Gestapo-Lager Neue Bremm heute Vormittag im Hotel Mercure-Süd vor. Im Sinne einer interaktiven Spurensuche bilde das Portal eine Recherche-Plattform zum nationalsozialistischen Terrorregime, die den Kommunikationsstrategien insbesondere auch junger Menschen entspreche. Die Staatssekretärin dankte der Landeszentrale für politische Bildung und der Initiative Neue Bremm für die geleistete Arbeit.

23.10.2008 Saarland Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

Mit Mitteln der Bundes-Gedenkstättenförderung und des Landes waren zunächst weitere Informationstafeln und nunmehr der neue Gedenkstätten-Auftritt im Internet finanziert worden. Unter www.gestapo-lager-neue-bremm.de kann sich der Interessierte schnell und umfassend über Geschichte des Lagers, über Täter wie Opfer, informieren. "An die zwanzigtausend Häftlinge litten in diesem Durchgangslager in den Jahren 1943 und 1944 unvorstellbare Qualen, nicht wenige fanden den Tod", berichtete die Staatssekretärin. Auch der wechselvollen Rezeptionsgeschichte der Gedenkstätte nach 1945, häufig von Verdrängen und Vergessen gekennzeichnet, sei Rechnung getragen worden. Der neu gestaltete Internetauftritt eignet sich auch als Geschichtswerkstatt für Schülerinnen und Schüler und als Rechercheplattform. Viele wissenschaftliche Ergebnisse z. B. von Prof. Dr. Rainer Hudemann und von Frau Dr. Elisabeth Thalhofer seien zusammengetragen worden. Der Besucher der Seite erhält aber auch alle Informationen zu aktuellen Veranstaltungen und Angeboten rund um die Gedenkstätte von Führungen für Schulklassen und anderen Gruppen bis hin zu Lehrerfortbildungen und Tagungen. Neben dem bereitgestelltem Bild- und Quellenmaterial gibt es Verweise auf weitere Informationsquellen im Internet.

"Der fortwährende Auftrag, die Lehren aus diesem dunklen Kapitel unserer Geschichte zu ziehen und sie den nachwachsenden Generationen immer wieder neu zu vermitteln ist hiermit in vorbildlicher Weise Rechnung getragen worden", so Staatssekretärin Reichrath.


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