Haushaltsberatung 2016

Investitionen in Bildungseinrichtungen müssen proportional zu den Flüchtlingszahlen wachsen

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Rheinland-Pfalz fordert im Rahmen der Beratungen zum Haushaltsentwurf 2016 die Landesregierung auf, entsprechende finanzielle Vorkehrungen zu treffen, damit das Land dem zunehmend steigenden Flüchtlingsstrom gewachsen ist. Die Bildungsmöglichkeiten in allen Bildungseinrichtungen und damit die Integrationschancen für Flüchtlingskinder können nur durch genügend und qualifiziertes Personal gewährleistet werden.

06.10.2015 Pressemeldung GEW Rheinland-Pfalz

"Es ist jetzt schon vorhersehbar, dass die im Haushalt vorgesehene Zahl von Lehrkräften und anderem pädagogischen Fachpersonal nicht ausreichen wird. Diese muss deutlich erhöht werden", unterstreicht Klaus-Peter Hammer, Landesvorsitzender der GEW Rheinland-Pfalz.

"Die Zahl der Flüchtlingskinder lässt sich zwar nicht genau prognostizieren. Jedoch ist es nicht sinnvoll, jetzt eine starre Zahl von Planstellen in der derzeitigen Situation im Haushalt festzuschreiben", meint Klaus-Peter Hammer. "Stattdessen muss ein flexibler Mechanismus festgelegt werden, nachdem die Zahl des benötigten Personals proportional zu den steigenden Flüchtlingszahlen erhöht werden kann. Dafür müssen im Landeshaushalt Mittel in ausreichender Höhe eingestellt werden."

"Zudem brauchen wir sozialpädagogisch und psychologisch geschultes Personal an den Schulen, das sich gemeinsam mit Lehrkräften in multiprofessionellen Teams um Flüchtlinge kümmert", ergänzt Hammer. "Ebenso gibt es einen hohen Bedarf an Beratungs-, Betreuungs- und Unterstützungssystemen, angefangen von Dolmetschern über Bildungslotsen bis hin zu kommunalen Integrationszentren, die gemeinsam mit den Schulen und anderen Bildungseinrichtungen Flüchtlinge darin unterstützen, ihr Menschenrecht auf Bildung wahrzunehmen."

Ansprechpartner

GEW Rheinland-Pfalz

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