Jugend forscht Preisträger starten beim weltweit größten Schülerwettbewerb Intel ISEF in den USA
Zwei der besten deutschen Nachwuchsforscher messen sich ab kommenden Sonntag bei der 62. Intel International Science and Engineering Fair (Intel ISEF) in Los Angeles, Kalifornien mit mehr als 1600 jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus aller Welt. Die Teilnehmer zwischen 14 und 21 Jahren stammen aus über 65 Ländern und präsentieren ihre Projekte in 17 Wettbewerbsdisziplinen einer internationalen Expertenjury.
05.05.2011 Pressemeldung Stiftung Jugend forscht e.V.Die deutschen Teilnehmer konnten sich durch ihren Erfolg beim Jugend forscht Finale 2010 für den bedeutendsten internationalen Wettbewerb für Nachwuchswissenschaftler qualifizieren. Martin Dehn (19) vom Hanns-Seidel-Gymnasium in Hösbach präsentiert sein Projekt, mit dem er im vergangenen Jahr den fünften Preis im Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften errang. Der Jungforscher entwickelte eine Sonnenuhr, die im Gegensatz zu herkömmlichen Zeitmessern, minutengenau die Uhrzeit anzeigt. Tatsächlich steht nämlich die Sonne nicht jeden Tag um zwölf Uhr mittags genau im Süden, sodass Sonnenuhren in der Regel eine Viertelstunde vor- oder nachgehen. Martin Dehns Entwicklung gleicht diese naturgegebene Zeitabweichung geschickt aus, indem eine selbst programmierte Software die Form des Uhrzeigers je nach Standort neu berechnet.
Ebenfalls in den USA dabei ist Jan Käberich (18) vom Campe-Gymnasium in Holzminden, der beim Bundeswettbewerb 2010 den vierten Preis im Fachgebiet Technik gewann. Der Nachwuchswissenschaftler konstruierte einen Roboter, der auf einer Kugel balancieren kann, ohne dabei herunterzufallen. Mithilfe von Sensoren ermittelt der Roboter zunächst den Winkel, in dem er auf der Kugel steht. Dabei helfen ihm Beschleunigungs- und Gyrosensoren, die Bewegungen der Kugel festzustellen. Mit diesen Angaben berechnet er die Ausgleichsbewegungen, die nötig sind, um ein Herunterfallen zu verhindern. Diese führt der Roboter anschließend mittels seines omnidirektionalen Antriebs aus.
Den Nachwuchswissenschaftlern winken bei der ISEF Preise im Gesamtwert von vier Millionen US-Dollar sowie Stipendien und die Teilnahme an Praktika und Forschungsreisen. Die Preisverleihung findet am Freitag, den 13. Mai 2011 im Los Angeles Convention Center statt. "Für die Jungforscher bietet die Intel ISEF eine großartige Möglichkeit, ihr Können auch international unter Beweis zu stellen", sagt Dr. Sven Baszio, Geschäftsführer der Stiftung Jugend forscht e. V. "Darüber hinaus erhalten sie die wertvolle Chance, Jugendliche aus vielen verschiedenen Ländern kennenzulernen und neue Freundschaften zu schließen."
Die ISEF ist der weltweit größte vorakademische wissenschaftliche Wettbewerb und wird von der Non-Profit-Organisation "Society for Science & the Public" koordiniert. Seit 1996 unterstützt die Intel Corporation den Wettbewerb als Titelsponsor. Ziel ist die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und der Zusammenarbeit zwischen jungen Forschern.
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