Jugend forscht Preisträgerin auf der didacta 2011
Stefanie Henkel (19) aus Münster zeigt ihre wissenschaftliche Analyse zum Multitasking von Schülern vom 22. bis 26. Februar 2011 auf der didacta in Stuttgart. Die Jugend forscht Preisträgerin präsentiert ihr Projekt, mit dem sie beim 45. Bundeswettbewerb im Mai vergangenen Jahres den 3. Preis im Fachgebiet Arbeitswelt erringen konnte, am Stand des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) in Halle 7 der Messe Stuttgart. Auf der größten Bildungsmesse Europas stellen über 800 internationale Anbieter aktuelle Produkte, Dienstleistungen und Trends rund um das Thema Lehren und Lernen vor.
18.02.2011 Pressemeldung Stiftung Jugend forscht e.V.In ihrer prämierten Jugend forscht Arbeit untersuchte Stefanie Henkel, wie sich die Leistungen von Schülern verändern, wenn sie Multitasking betreiben. Mehrere Dinge gleichzeitig zu erledigen ist heutzutage weit verbreitet, und es spart scheinbar Zeit. Die Jungforscherin entwickelte einen speziellen Test, bei dem Schüler Mathematikaufgaben lösen und sich parallel dazu möglichst viele Informationen eines Hörbuchs merken sollten. Darüber hinaus mussten sie Symbole beschriften, während sie durch einen Reaktionstest gestört wurden, und Texte lesen, während im Hintergrund ein Werbefilm lief. Die Ergebnisse zeigten, dass die Leistungen bei unbekannten Aufgaben, Unterbrechungen und Störeinflüssen im Hintergrund deutlich abnahmen. Wer also hundertprozentige Leistungen erbringen will, sollte nur eine Tätigkeit zurzeit ausführen.
Beim Jugend forscht Finale 2010 wurde Stefanie Henkels erfolgreiches Projekt zusätzlich auch mit dem Preis der Neurowissenschaftlichen Gesellschaft (NWG) e. V. ausgezeichnet. Die Jungforscherin machte im Sommer vergangenen Jahres ihr Abitur am Gymnasium Ritterhude in Niedersachsen. Ab dem Sommersemester 2011 wird sie an der Universität Münster Medizin studieren.
"Es ist ein Schwerpunkt unserer Aktivitäten, talentierte Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler über den Wettbewerb hinaus zu fördern", sagt Dr. Nico P. Kock, stellvertretender Geschäftsführer der Stiftung Jugend forscht e. V. "Die Präsentation auf Messen und Ausstellungen ist ein wichtiger Bestandteil der Anschlussförderung bei Jugend forscht. Die didacta stellt ein exzellentes Forum für unsere Preisträger dar, ihre Forschungsarbeiten einem interessierten Fachpublikum vorzustellen und wertvolle Kontakte zu knüpfen. Darüber hinaus bietet Deutschlands bekanntester Nachwuchswettbewerb erfolgreichen Teilnehmern noch weitere Möglichkeiten, bestehende Interessen zu vertiefen und Fähigkeiten fortzuentwickeln. Das Förderangebot umfasst unter anderem Studienreisen, Forschungspraktika und die Hilfe bei der Patentanmeldung."
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