Wahlaufruf

KMK-Präsident Lorz ruft zur Teilnahme an der Europawahl auf

Der Präsident der Kultusministerkonferenz, Hessens Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz, hat an alle Erstwählerinnen und Erstwähler sowie alle wahlberechtigten Schülerinnen und Schüler, Auszubildenden und Studierenden in Deutschland appelliert, von ihrem Wahlrecht bei der Europawahl am kommenden Sonntag Gebrauch zu machen.

24.05.2019 Bundesweit Pressemeldung Sekretariat der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder
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„Europa bietet gerade jungen Menschen unzählige Möglichkeiten, neue Erfahrungen zu machen und den eigenen Horizont zu erweitern.“ Das gelte nicht nur auf Reisen, sondern gerade für Schüleraustausche oder beim Studium im Ausland, so Lorz. „Unser gemeinsames Europa ist wahrlich keine Selbstverständlichkeit, auch wenn die junge Generation aufgrund ihres Alters gar nichts anderes mehr kennt. Deshalb gilt es, mit neuem Elan für eine europäische Zukunft zu kämpfen. Europa ist es wert!“

Die jetzige institutionelle Ausgestaltung zu hinterfragen und den Integrationsgedanken mit neuem Leben zu füllen, sei deshalb nach der Wahl von besonderer Bedeutung: „Die EU ist bei weitem nicht perfekt und Vorbehalte gegen die mitunter langwierigen Entscheidungsprozesse und die teils unklare Zuordnung der Verantwortlichkeiten sind nachvollziehbar.“ Auch wenn diese Kritik dabei teilweise über das Ziel hinausschieße, trage sie doch immer einen Kern Wahrheit in sich, den es ernst zu nehmen gelte. Alles andere sei fahrlässig und gefährde die historischen Errungenschaften des Einigungswerks, stellte der Präsident klar.

„Wer als junger Mensch von den politischen Entscheidungsträgern gehört werden möchte, sollte seiner Bürgerpflicht nachkommen und am Sonntag wählen gehen. Ich bin der festen Überzeugung, dass die von vielen als unpolitisch abgestempelte Jugend bei dieser Wahl wieder ein Zeichen für Europa setzen wird“, so Lorz weiter. Denn was passiere, wenn junge, proeuropäische Kräfte darauf verzichten, ihre Stimme abzugeben, habe das Brexit-Referendum mit all seinen negativen Auswirkungen gezeigt. „Ich bin mir sicher, dass die jungen Erwachsenen auch künftig besonnene Abgeordnete in das Europäische Parlament wählen werden, die den anderen Organen kritisch auf die Finger schauen und unseren Kontinent wirtschaftlich und gesellschaftlich weiter voranbringen“, hielt der Präsident abschließend fest.


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