Digitalisierung

Kompetenzen für die digitale Arbeitswelt stärken

Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) und die Helmut-Schmidt-Universität (HSU) in Hamburg haben eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, um gemeinsam kompetenzorientierte Bildungskonzepte für eine zunehmend digitalisierte Arbeitswelt zu entwickeln.

17.12.2021 Bundesweit Pressemeldung Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)

Das BIBB und die HSU arbeiten im Rahmen des Projekts „Kompetenzen für die digitale Arbeitswelt (KoDiA) – Ertüchtigung zur Digitalisierung“ eng zusammen.

Mit der finalen Unterzeichnung gaben BIBB-Präsident Prof. Dr. Friedrich Hubert Esser und Universitätspräsident Prof. Dr. Klaus Beckmann den offiziellen Startschuss für eine mindestens dreijährige Zusammenarbeit. Ziel ist es, die Forschung und Lehre im Bereich der notwendigen Kompetenzen zur Teilhabe an der digitalen Arbeitswelt zu stärken.

Viele Menschen sehen in der fortlaufenden Digitalisierung die Gefahr, dass es ihre Berufe und Arbeitsplätze in der jetzigen Form bald nicht mehr geben könnte und bangen um ihre Zukunft. Ihre Fähigkeiten und ihr Erfahrungsschatz könnten für den zukünftigen Arbeitsmarkt nicht ausreichen, wenn sie das Arbeiten und das Einbringen ihrer Rechte als Bürgerinnen und Bürger in der digitalen Welt nicht angemessen erlernt haben.

Bei diesen Herausforderungen soll das Projekt „KoDiA – Ertüchtigung zur Digitalisierung“ die Bürger und Bürgerinnen unterstützen. Es wird an der HSU vom Zentrum für technologiegestützte Bildung (ZtB) gemeinsam mit dem BIBB durchgeführt. Das Projekt ist Teil des „Zentrums für Digitalisierungs- und Technologieforschung der Bundeswehr“ (dtec.bw) und wird von beiden Universitäten der Bundeswehr in Hamburg und München als gemeinsames wissenschaftliches Zentrum getragen und aus Mitteln des Konjunkturprogramms der Bundesregierung zur Überwindung der COVID-19-Krise finanziert.

Dabei entstehen Bildungsangebote mit einem sogenannten „Dual-Use“, einem doppelten Verwendungszweck, da sie einen Nutzen sowohl für das Bildungssystem als auch für die Bundeswehr haben werden.

„Mit dem neuen Projekt erreicht die langjährige und erfolgreiche Zusammenarbeit des BIBB mit der Universität der Bundeswehr in Hamburg eine neue Dimension“, betont BIBB-Präsident Friedrich Hubert Esser. „Die Arbeitswelt unterliegt derzeit einer sehr dynamischen Entwicklung. Die Digitalisierung verändert Berufe und die Qualifikationsanforderungen an die Beschäftigten. Das gemeinsame Projekt will durch entsprechende Forschungsarbeiten einen Beitrag dazu leisten, den Kompetenzerwerb der Beschäftigten für eine digitale Arbeitswelt nachhaltig zu unterstützen.“

„Das Bundesinstitut für Berufsbildung als anerkanntes Kompetenzzentrum zur Erforschung und Weiterentwicklung der beruflichen Aus- und Weiterbildung in Deutschland ergänzt in vorzüglicher Weise die Expertise in der Berufs- und Arbeitspädagogik der Helmut-Schmidt-Universität. Das BIBB ist die ideale Partnereinrichtung, wenn es um die Bewältigung der Herausforderungen des technologischen Wandels für die Arbeitswelt geht“, betont Universitätspräsident Prof. Dr. Klaus Beckmann.

BIBB-Forschungsdirektor Prof. Dr. Hubert Ertl erklärt: „Durch die Zusammenarbeit mit der Helmut-Schmidt-Universität ergeben sich für das BIBB neue Möglichkeiten für eine zukunftsorientierte Auseinandersetzung mit dem Thema Digitalisierung in der Berufsbildung. In unserer gemeinsamen Forschung wird zwar die Metropolregion Hamburg im Mittelpunkt stehen, gleichzeitig wird aber immer auch die Übertragbarkeit der Ergebnisse auf das gesamte Bundesgebiet eine wichtige Rolle spielen.“

„Ein doppelter Nutzen des Projektes für Gesellschaft und Bundeswehr zeichnet sich bereits ab, so profitieren von den Erkenntnissen aus dieser Kooperation sowohl die Bundeswehr als auch die deutsche Berufsbildung“, ergänzt Prof. Dr. Eva-Maria Kern, wissenschaftliche Leiterin und Sprecherin des dtec.bw.

Generalleutnant Michael Vetter, Ressort-CIO und Leiter der Abteilung „Cyber- und Informationstechnik“ im Bundesministerium der Verteidigung, betont, dass „Digitalisierung nicht ausschließlich technische Aspekte, sondern auch weitreichende Auswirkungen auf das Personal, dessen erforderliche Kompetenzen und Arbeitsweisen hat“. Er sieht in der Kooperation ein „weiteres positives und ermutigendes Beispiel für die Vernetzung wichtiger Akteure, um den digitalen Fortschritt unseres Landes gemeinschaftlich erfolgreich zu gestalten.“


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