Kulturstaatsminister Bernd Neumann: DEFA-Stiftung leistet wichtigen Beitrag zum Erhalt deutschen Filmerbes

Bei der Festveranstaltung zum 10jährigen Bestehen der DEFA-Stiftung im Berliner Kino "Bylon" würdigte Kulturstaatsminister Bernd Neumann heute die besondere Rolle der Stiftung für die deutsche Filmkultur:

26.11.2008 Pressemeldung Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

"Seit dem Tag ihres Entstehens widmet sich die DEFA-Stiftung neben der Pflege des Filmerbes auch der gegenwärtigen deutschen Filmkunst. Davon und von den zahlreichen gut dotierten Preisen profitieren viele Autorinnen und Autoren wie auch Regisseurinnen und Regisseure.

Vor allem zeigt sich, dass die DEFA-Produktionen nicht nur ostdeutsche, sondern deutsche Filmgeschichte geschrieben haben und damit ein wesentlicher Bestandteil unseres gemeinsamen Filmerbes sind. Die DEFA war eng an die DDR gebunden, ist mit ihr entstanden und mit ihr vergangen. Aber es würde zu kurz greifen, interpretierte man heute die Gesamtheit der Filme ausschließlich als Frucht von Parteibeschlüssen; als Propaganda unter dem Deckmantel der Kunst. Einige DEFA-Produktionen waren viel mehr als das. Filme wie 'Spur der Steine' und 'Solo Sunny' sind aufgrund ihrer künstlerischen Qualität ins filmhistorische Gedächtnis ganz Deutschlands eingegangen."

Staatsminister Bernd Neumann wies auf die Bedeutung einer breit angelegten Filmarchivierung hin: "Mit ihren Jahrbüchern und den audiovisuellen Zeitzeugenarchiven leistet die DEFA-Stiftung einen wichtigen Beitrag zu einer ausgewogenen Film- und Zeitgeschichtsschreibung. Um deutsche Filmproduktionen künftig möglichst weitgehend zu erhalten, besteht seit 2004 eine Hinterlegungspflicht für alle Filme, die mit öffentlichen Mitteln gefördert wurden. Das ist bereits ein wichtiger Schritt. Darüber hinaus prüfen wir derzeit alle möglichen Modelle einer generellen Hinterlegungspflicht."

Zweck der 1998 von Bund gegründeten Stiftung ist es, den umfangreichen DEFA-Filmstock (rd. 950 Spielfilme, rd. 820 Animationsfilme, rd. 5.200 Dokumentarfilme und Wochenschauen), die in der DDR durch die DEFA-Filmstudios produziert wurden, als Bestandteil des nationalen Kulturerbes vor Zersplitterung zu bewahren und für Wissenschaft und Öffentlichkeit zugänglich zu halten. Zudem vergibt die DEFA-Stiftung in diesem Jahr drei Kinoprogrammpreise, den Preis zur Förderung künstlerischen Nachwuchses, den Preis zur Förderung der deutschen Filmkunst sowie den Preis für die Verdienste um den deutschen Film in einer Gesamthöhe von 67.500 Euro.

Weitere Informationen unter: www.defa-stiftung.de/


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