Sachsen-Anhalt

Kultusminister Dorgerloh: "Museen als Bildungsorte für alle Generationen erlebbar machen"

Kultusminister Stephan Dorgerloh hat heute die Arbeit der Museen im Land gewürdigt. Anlässlich der seit 8. Mai in Magdeburg stattfindenden Jahrestagung des Deutschen Museumsbundes (DMB) sagte er: "Das Museum kann helfen, zu verstehen was ist, weil es zeigen kann, was war. Museen sind Reflexionsorte, in denen Geschichte erlebbar wird. Disziplinen und Blickwinkel vermischen sich, Objekte und Sammlungen treten in Spannung zueinander." Der Minister erklärte, neue Zielgruppen gewinnen zu wollen: "Wir müssen uns der Aufgabe stellen, Museen für die Generation Facebook zu öffnen. Museen müssen als Bildungsorte für alle Generationen erlebbar gemacht werden."

09.05.2011 Pressemeldung Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt

Der Museumsverband Sachsen-Anhalt hat in den vergangenen Jahren aus 78 Museen des Landes insgesamt 489 Sammlungen und fast 7.300 Objekte auf der Plattform www.museum-digital.de zusammengestellt. "In Museen verklingt der Lärm des Alltags, hier werden Wirklichkeiten gedeutet und in Erzählungen übersetzt." Moderne Auftritte und Interaktivität seien notwendig, dürften Objekte aber nicht zur Dekoration verkommen lassen. Angesichts der in wenigen Wochen beginnenden Landesausstellung zu den Naumburger Meistern sagte der Minister: "Unser Land ist ein Kernland der deutschen Geschichte mit einem reichhaltigen kulturellen Bestand. Wir wollen dazu beitragen, dieses Erbe zu sichern und für kommende Generationen zu erhalten." Eine besondere Aufgabe sei die Digitalisierung der Bestände in Museen, Bibliotheken und Archiven.

In den kommenden Jahren werden in Sachsen-Anhalt zahlreiche kulturelle Höhepunkte von nationaler und internationaler Bedeutung begangen. Dazu zählen die Feierlichkeiten zu 800 Jahre Anhalt im Jahr 2012, Cranach 500 (2015) und das Reformationsjubiläum Luther 2017.

Auf dem Gebiet des heutigen Sachsen-Anhalts haben im den vergangenen Epochen signifikante Ereignisse stattgefunden und wichtige Personen nachhaltige Wirkung hinterlassen. Nicht zuletzt deshalb hat die UNESCO hier insgesamt vier Welterbestätten anerkannt: das Dessau-Wörlitzer Gartenreich, das Bauhaus in Dessau, die Luthergedenkstätten in Wittenberg und Eisleben und Quedlinburg mit Stiftskirche und Altstadt. Zahlreiche Projekte haben dazu beigetragen, bedeutende Elemente dieser geschichtsträchtigen Orte wieder für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen und durch neue Forschungsergebnisse in ein anderes Licht zu rücken.

Zur Information:
Der Deutsche Museumsbund wurde 1917 gegründet. Er ist der bundesweite Interessenverband aller Museen und deren Mitarbeiter. Der DMB vertritt die Belange historischer, kulturhistorischer, technikhistorischer, naturwissenschaftlicher Museen und Kunstmuseen sowie weiterer Museumsgattungen. Darüber hinaus ist er Ansprechpartner für Menschen, die sich für die vielfältige deutsche Museumslandschaft engagieren.

Die Jahrestagungen des DMB finden jährlich in wechselnden größeren Städten Deutschlands statt. Sie sind mit Exkursionen in die Region und zahlreichen Arbeitsgruppentreffen verbunden.


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