Kultusminister Rau: Straßenrad-Weltmeisterschaft zum Neuanfang nutzen

Kultusminister Helmut Rau weist den Vorwurf der Grünen zurück, die Landesregierung habe eine inkonsequente Haltung im Kampf gegen Doping. "Der internationale Radsportverband UCI möchte die Straßenrad-Weltmeisterschaft in Stuttgart für einen Neuanfang im Radsport nutzen. Diese Absicht unterstützen wir. Bund, Land und die Stadt Stuttgart stimmen derzeit eine gemeinsame Linie ab, unter welche Bedingungen die Rad-WM bezuschusst werden kann. Dabei ist klar, dass wir Garantien für dopingfreie Wettbewerbe verlangen werden."

21.06.2007 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg

Für die Zukunft sei es von zentraler Bedeutung, junge Leistungssportler umfassend aufzuklären und so von Dopingmitteln fernzuhalten. Derzeit erarbeite das Kultusministerium ein Präventionskonzept. Partner seien der Landessportverband und die Nationale Anti-Doping Agentur (NADA). Ziel sei es, ein Informationsnetzwerk über Doping und seine Folgen für Nachwuchssportler, deren Trainer, Übungsleiter, Lehr-kräfte und Eltern einzurichten. Gleichzeitig sollen in Absprache mit den Verbänden die Trainingskontrollen im Nachwuchsbereich weiter ausgebaut werden.

Der Vorwurf der Grünen, das Land verhalte sich mit Blick auf die Doping-Affäre an der Freiburger Universitätsklinik zögerlich, sei "völlig abwegig". Die Landesregierung habe umgehend eine umfassende Aufklärung gefordert.


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