Kunstministerin legt Grundstein für internationale Begegnungsstätte

"Der Meetingpoint Music Messian schenkt diesem Ort Gegenwart und Zukunft. Dort, wo während des 2. Weltkrieges mehr als 120 000 Gefangene aus Polen, Russland, Jugoslawien, Frankreich, England, Italien und den USA interniert waren, werden Kinder und Jugendliche unterschiedlicher Nationalitäten künftig gemeinsam musizieren, sich kennen- und verstehen lernen", sagte die Sächsische Kunstministerin Dr. Eva-Maria Stange heute aus Anlass der Grundsteinlegung für die internationale musikalische Begegnungsstätte "Meetingpoint Music Messiaen" im ehemaligen Strafgefangenenlager StaLag VIIIa in Zgorzelec. "Heute wird der Grundstein dafür gelegt, die engagierte Arbeit des Vereins Meetingpoint, der bereits in der Vergangenheit eine Vielzahl von Projekten zur Bewahrung der Erinnerung an den in Zgorcelez internierten französischen Komponisten Olivier Messian initiiert hat, erfolgreich fortzuführen", so die Ministerin, die gleichzeitig auch Schirmherrin des Projektes ist.

10.12.2008 Sachsen Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus

"Die kulturelle Vielfalt, die unsere Grenzregion prägt, ist ein Reichtum, den wir gemeinsam pflegen können. Den Kindern und Jugendlichen dieser Region Räume zu schaffen, in denen diese Vielfalt mit Fröhlichkeit und kreativem Leben erfüllt wird, ist hierfür eine wesentliche Voraussetzung. Der Grundstein, den wir heute legen, soll hierfür ein Fundament schaffen", sagte die Kunstministerin. Der französische Komponist Olivier Messian war von 1941 bis 1945 im StaLag VIIIa interniert worden. Im Kriegswinter 1941 hatte er vor etwa 500 Gefangenen sein in der Gefangenschaft entstandenes Werk "Quatuor pour la fin du temps" aufgeführt.


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