Mehrheiten für eine sozial gerechte Bildungspolitik

Unter dem Motto „Mehrheiten für eine sozial gerechte Bildungspolitik“ hat ein außerordentlicher Gewerkschaftstag der GEW Bremen eine Kampagne zur Bürgerschaftswahl 2007 beschlossen und erste Schritte konkretisiert.

12.01.2007 Bremen Pressemeldung GEW Bremen

Die Kampagne erfolge auf der Grundlage eines 10-Punkte-Programms der Bildungsgewerkschaft, so die Landesvorstandssprecher. Darin betont die GEW die Notwendigkeit der frühkindlichen Bildung und des lebenslangen Lernens sowie die Verpflichtung zur Umsetzung von Chancengleichheit, wie sie am ehesten in „einer Schule für alle“ zu verwirklichen ist. Bildung müsse von der Kita bis zur Uni gebührenfrei sein!

Mit dieser Kampagne steigt die GEW aktiv in den Wahlkampf ein. Sie wird notwendige Veränderungen im Bildungsbereich öffentlichkeitswirksam thematisieren und Konsequenzen der verfehlten Bildungspolitik aufzeigen. Die GEW erwarte vom zukünftigen Senat einen klaren Politikwechsel hin zu sozialer Gerechtigkeit, Chancengleichheit und gesellschaftlicher Teilhabe. Diese Kriterien sollen bei der Stimmabgabe am 13. Mai eine bedeutsame Rolle spielen, nimmt sich die Bildungsgewerkschaft selbstbewusst vor. Sie geht damit gezielt über die sonst übliche Form hinaus, die Parteien lediglich mit „Wahlprüfsteinen“ zu konfrontieren.

Bildung sei der Schlüssel zur Zukunft und gegen sozialen Ausschluss und Armut. In dieser Aussage stimme die GEW mit vielen überein. Nur sei es nicht ausreichend, diese Position ständig zu wiederholen, sondern es müssten entsprechende Taten folgen, betonen die Sprecher der Bildungsgewerkschaft.

Konkret beschlossen wurde u.a. die Einrichtung eines internet-forums unter www.gew-hb.de. Hier sollen u.a. Positionen und Forderungen zur aktuellen Bildungspolitik ausgetauscht, Ideen gesammelt und Wahlaussagen kritische betrachtet werden.

In mehreren Veranstaltungen zu den Themen Kita, Schule und Hochschule wird die GEW darüber hinaus ihre Forderungen an die Politik formulieren und ihre Visionen einer demokratischen sozial gerechten Bildung zur Diskussion stellen.

Desweiteren begrüßte der Gewerkschaftstag den Beschluss des Bremer Verwaltungsgerichtes, der Senator Lemke zu Gesprächen mit dem Personalrat über die Entlastung von Lehrkräften zwingt. Der Gewerkschaftstag fordert den Senat auf, die Kürzung von ca. 700 Lehrerstellen rückgängig zu machen und umgehend zusätzliche Stellen für den Schulbereich zu bewilligen.

Christian Gloede-Noweck, Petra Jendrich, Bernd Winkelmann
(Landesvorstandssprecher)

Ansprechpartner

GEW Bremen

Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden