Hilfreiche Tipps für einen erfolgreichen Wie­der­­ein­­stieg in den Beruf

Es kommt mittlerweile häufiger vor, dass Berufstätige eine längere Auszeit nehmen. Sie ist zum Teil gewollt und manchmal auch nicht. Nach dieser möchten sie den Wiedereinstieg in die Berufswelt schaffen. Manchmal gestaltet sich das jedoch nicht so einfach und viele Arbeitgeber verhalten sich eventuell ablehnend gegenüber solchen Bewerbern.

27.07.2020 Bundesweit Pressemeldung WBS Training AG
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Wie der Einstieg dennoch gelingen kann, wird nachstehend mit wichtigen Tipps näher beleuchtet. Zunächst wird allerdings kurz erläutert, welche Auszeiten es geben könnte.

Gründe für die berufliche Auszeit

Es gibt ein paar wesentliche Gründe, die eine Auszeit hervorrufen. Eine ist beispielsweise die Elternzeit nach der Geburt der Kinder. Es ist dabei schon keine Seltenheit mehr, dass die Eltern sie splitten oder auch nur vom Mann statt der Frau genommen wird. Eine weitere Auszeit mag eine krankheitsbedingte sein. Dabei kann es durch Unfall oder auch psychologischer Belastung nach beispielsweise einem Burn-Out gekommen sein. Ein anderes ist das bewusste Nehmen einer Auszeit, um sich einfach zu orientieren, etwas Neues zu erleben oder sogar eine mögliche berufliche Überlastung mit Folgewirkungen zu vermeiden. Nach der Schul- oder Studienzeit wird diese oftmals auch genommen und wird als GAP Year betitelt.

Nachstehend folgen nun Tipps, wie ein entsprechender Wiedereinstieg gelingt, bei dem alle genannten Gründe für eine Auszeit einbezogen werden.

6 Tipps für einen erfolgreichen Wieder­einstieg in den Beruf

Tipp Nummer 1: Wiedereingliederung einleiten

Gerade der Fall einer Krankheit kann mit einer beruflichen Rehabilitation begegnet werden, die mit dem Arbeitgeber und den Kostenträgern wie Renten- oder Krankenkasse gleichermaßen besprochen und finanziert wird. Diese Form ist sehr hilfreich für den Wiedereinstieg, da das Arbeitsverhältnis nicht gekündigt wurde. Sie existiert auch als andere Form, wenn Stellen neu zu besetzen sind und sich der neue Arbeitgeber dafür bereit erklärt oder sogar speziell auf solche Fälle ausgerichtet ist. Meistens kommen die Informationen über solche offenen Stellen und auch Vermittlung über die Kranken-, Rentenkassen oder die Agentur für Arbeit. Deswegen empfiehlt es sich, darüber auch mit dem jeweiligen Sachbearbeiter beziehungsweise Berufsberater zu sprechen.

Tipp Nummer 2: Selbstverkaufswert steigern

In der Regel hat der Wiedereinsteiger eine Erklärungsnot und schlimmstenfalls ein schlechtes Gewissen, dass er eine Auszeit hatte. Er muss dennoch darauf achten, dass er die Auszeit positiv dargestellt, selbst wenn sie auf den ersten Blick nicht so erscheinen mag. Grenzgänger mögen manchmal solche GAP Years sein, wenn sie nicht mit einer klaren Perspektive und somit einem ergänzenden oder zielführendem Praktikum gefüllt wurden. Aber hierbei hat der Durchführende immer etwas persönlich gelernt. Warum das also nicht auch so in den Lebenslauf und dem Anschreiben darstellen? Das wirkt positiv, aktiv und eben doch zielführend.

Tipp Nummer 3: Den richtigen Arbeitgeber finden

Am einfachsten klappt der Einstieg, wenn das weitergeführt wird, welches bereits als Berufserfahrung vor der Auszeit vorliegt. Das hat am meisten Erfolgschancen. Es gibt auch jene Ausnahmen, dass die Auszeit von alternativen Arbeitgebern sogar als sehr wichtig angesehen wird. Das hängt davon ab, was in der Auszeit tatsächlich gemacht und erlebt wurde. Das kann manchmal der Weg sein, eine ganz andere Seite und Berufskarriere einzuschlagen, die nicht geplant, aber vielleicht dennoch in einem verborgen gelegen hatte. Das muss nicht sein, aber die Offenheit dazu und Selbstreflexion sollte vorhanden sein, um den ganz anderen Einstieg zu ermöglichen.

Tipp Nummer 4: Über Hilfen der Agentur für Arbeit sprechen

Es ist gut, mit der Agentur für Arbeit offen über die Probleme beim Wiedereinstieg zu sprechen. Der Berufsberater kann Möglichkeiten finden, die solche beruflichen Rehabilitationen zum Beispiel vorbereiten. Es können allerdings auch Umschulungen und Weiterbildungen gewährt werden, die eine Umorientierung und Neuqualifizierung schafft. Somit öffnen sich darüber neue Türen. Vielleicht sind diese nicht unbedingt in dem Berufsfeld, woran der Bewerber zunächst gedacht hatte. Zusätzlich eröffnen sich automatisch neue Kontakt zu möglichen Arbeitgebern oder es können Praktikumsplätze ergänzend gemacht werden, die dann das Kennenlernen eines neuen Arbeitgebers ermöglicht.

Tipp Nummer 5: Personalleasing-Firmen als Hilfe nutzen

Normalerweise werden die Personalleasing- oder auch Zeitarbeitsfirmen, wie sie oftmals negativer betitelt werden, als Hilfe verkannt. Natürlich sind bei ihnen in Anstellung kleinere Gehälter zu erwarten und eben zu akzeptieren. Sie haben aber wesentliche Vorteile gegeben über den eigenen Versuchen:

  • Kundenstamm
  • Verkaufsgeschick

Beide Aspekte sind nicht zu unterschätzen. Es gibt mit ihrer Hilfe zwei Möglichkeiten, wie die Mitarbeiter direkt zu den Kunden als tatsächliche Arbeitgeber gelangen können. Das ist zum einen die Personalvermittlung. Hierbei ist allerdings zu erwähnen, dass die Personalleasingfirmen diese Form weniger gerne und eben forciert betreiben. Die Ausnahme bildet natürlich solche, die sich darauf spezialisiert haben. Das hat meistens jene Hintergründe, dass die Provision und der Umsatz bei der Personalvermittlung geringer sind. Der Aufwand ist allerdings genauso groß wie beim Personalleasing. Die andere Möglichkeit ist, das Personalleasing erstmal für eine Zeitlang zu akzeptieren. Über die Kundeneinsätze sollten sich die Mitarbeiter beweisen und bewähren, sodass die Kundenfirmen sie selbst einstellen möchten und die Personalleasing-Firmen um Ablöse bitte. Dann hat die gehaltliche Durststrecke doch Sinn gemacht und der Wiedereinstieg vollends geklappt.

Tipp Nummer 6: Bestehendes und neues Netzwerk ausbauen

Ist bereits ein bestehendes und solides Netzwerk vorhanden, können sich darüber auch Möglichkeiten ergeben. Dazu ist es notwendig, dass die Wiedereinsteiger aktiv mit ihm arbeiten und in solchen Netzwerken darauf hinweisen, dass sie den Einstieg suchen. Es können natürlich auch neue Netzwerke geknüpft werden. Dies geht innerhalb der sozialen Medien insbesondere LinkedIn oder Xing am besten, bei denen der Fokus sowieso ein professioneller ist. Hierbei sind insbesondere Gruppen zu empfehlen, die Interessensgebiete und Überschneidungspunkte bieten. Bei dem neuen Netzwerk ist natürlich der Nachteil, dass der Bewerber mit seinen Fähigkeiten noch gar nicht bekannt ist. Deswegen muss er die Teilnahme aktiv gestalten und sich an den Diskussionen sinnvoll beteiligen. Ein Erfolg ist nicht unbedingt garantiert und Rückmeldungen kommen nicht immer direkt, wenn sie gebraucht werden. Deswegen ist diese Hilfe mit Geduld zu vollziehen sowie als zusätzliche und nicht ergänzenden Maßnahme zu betrachten.

Fazit

Wichtig ist, bei dem Wiedereinstieg festzuhalten, dass es viele Gleichgesinnte gibt. Jeder mag dabei seine Gründe gehabt haben, warum er eine Auszeit nahm. Sie muss nur positiv gesehen und nach außen dargestellt werden. Das ist der erste wichtige Schritt, sich selbst richtig zu verkaufen und damit erfolgreich zu sein. Falls alle eigenen Bemühungen nicht zum Erfolg führen, sollte sich der Wiedereinsteiger an die Agentur für Arbeit und den Personalleasing-Firmen halten. Denn gerade mit letzteren haben sie die Chance zum Einstieg, lückenlose Berufserfahrungen zu machen und zumindest ein auskömmliches Gehalt zu bekommen.

Ansprechpartner

WBS TRAINING AG
Lorenzweg 5
12099 Berlin
Telefon: 080023552350461
Web: https://www.wbstraining.de/beratungstermin-vereinbaren/


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