Baden-Württemberg

Personalzuwachs überwiegend durch weiteren Ausbau im Bildungsbereich

Wie das Statistische Landesamt nach einer ersten Auswertung der Personalstandstatistik zum 30.06.2011 feststellt, waren rund 269 800 Beschäftigte im unmittelbaren öffentlichen Dienst des Landes1) Baden-Württemberg beschäftigt. Dies entspricht einem Plus von 1,1 Prozent oder rund 3 000 Beschäftigten.

24.01.2012 Pressemeldung Statistisches Landesamt Baden-Württemberg

Gegenüber dem Vorjahr (+ 1,5 Prozent oder knapp 4 000 Beschäftigte) ist der Zuwachs daher etwas geringer ausgefallen. 90,4 Prozent aller Beschäftigten des Landes waren im Kernhaushalt (u.a. Behörden, Gerichte, Polizei, Schulen) und 9,6 Prozent in den Landesbetrieben angestellt. 71,4 Prozent (192 500) aller Landesbeschäftigten waren als Beamte und Richter und 28,6 Prozent (77 250 Beschäftigte) im Arbeitnehmerverhältnis tätig. Im Vergleich zum Vorjahr hat die Zahl der Beamten/Richter um rund 2 000 Personen (1,1 Prozent) und die der Arbeitnehmer um ca. 1 020 Personen (1,3 Prozent) zugenommen.

Mit gut 171 300 Vollzeitbeschäftigten (+ 1 200 gegenüber 2010) und knapp 98 500 Teilzeitbeschäftigten (+ 1 800) waren im Jahr 2011 nunmehr 36,5 Prozent aller Beschäftigten des Landes in Teilzeit tätig. Der Anteil der Teilzeitkräfte nimmt seit Jahren sukzessive zu. So waren im Jahr 2005 annährend 34 Prozent (85 800 Personen) der Landesbeschäftigten in Teilzeit, im Jahr 2000 erst knapp 29 Prozent (73 900). Die zunehmende Teilzeittätigkeit spiegelt sich auch in der sogenannten Vollzeitäquivalente2) (VZÄ) wieder, die gegenüber den Beschäftigtenzahlen etwas geringer angestiegen ist, nämlich um 2 300 bzw. 1,0 Prozent auf nunmehr rund 230 730 VZÄ. Im Einzelnen: Bei den Beamten/Richtern ist die Zahl der VZÄ um 1 334 auf 171 650 (oder 0,8 Prozent) und bei den Arbeitnehmern um 965 auf 59 080 VZÄ (oder 1,7 Prozent) angewachsen.

Genau wie in Vorjahren steigt die Beschäftigtenzahl im unmittelbaren öffentlichen Dienst des Landes durch Personalausbau im Bildungsbereich. Die größten Zuwächse sind dabei bei den allgemeinbildenden und beruflichen Schulen3) (+ 2 070 Personen oder 1,6 Prozent) sowie bei den Hochschulen, allen voran bei den Universitäten (+ 1 130 Personen oder 3,5 Prozent) zu verzeichnen.

1) Dazu zählen Kernhaushalt (im Haushalt brutto geführte Behörden, Gerichte, Einrichtungen) und die Landesbetriebe (als Sonderrechnung geführte rechtlich unselbständige Einrichtungen und Unternehmen).
2) Summe der Vollzeitbeschäftigten und der Teilzeitbeschäftigten, gewichtet mit ihrem tatsächlichen Arbeitszeitfaktor.
3) Nicht ausschließlich Lehrkräfte.

Tabelle und Grafik zur Meldung unter www.statistik-bw.de/Pressemitt/2012019.asp


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